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Höfler.
an K. Karl, dem sie als erste Bitte die Erhebung seines Gesandten
zum Bischof vortrug. Karl erwiederte ihr auch am
28. Juni 1516, dass, obwohl sich mehrere sehr würdige Personen
darum beworben, er doch in Berücksichtigung seiner
Würdigkeit, seines guten Lebens und reinen Gewissens, ihn
(Adrian) dem Papst vorgeschlagen habe. 1 Ximenes aber forderte
der König auf, nachdem er Adrian zum Inquisitor für
Aragon bei dem Papste beantragt, Adrian in das neue Amt
einzuweihen, damit dasselbe recht verwaltet werde, er gewissenhafte
Leute anstelle und gute eifrige Diener ernenne (20. Juli). 2
Da Adrian bereits am 13. Juli an Margaretha von Oesterreich,
Tante K. Karls, wegen seiner Beförderung zum Bischöfe von
Tortosa schrieb, 3 dann aber am 14. November 1516 P. Leo
ihm auch das Amt eines Generalinquisitors der Königreiche
Aragon und Navarra verlieh, war Gomez unrichtig berichtet,
wenn er, der unter K. Philipp II. schrieb, bemerkt, dass Karl
auf den Wunsch des Cardinais in Betreff des Inquisitoramtes
nicht eingegangen sei. Man bemerkte bei Adrians Erhebung,
er sei jedes erhabenen Sitzes würdig. 4 Ein Jahr später fand
durch P. Leo X. auch Adrians Erhebung zum Cardinal statt.
Juni 1517.
In diese Zeit fällt der Abschluss des verhängnissvollen
Vertrages von Noyon zwischen K. Karl I. und K. Franz I.,
das Werk Chievres, welches die Unzufriedenheit in Spanien
vermehrte und während dadurch der Rücken Karls sichergestellt
wurde, die Macht und das Ansehen des französischen
Königs in nicht geringem Grade hob. War es doch schon seit
dem Einbrüche in Italien, seit der Niederlage der Schweizer
bei Marignano fortwährend im Steigen begriffen, K. Ferdinands
Tod hatte es eher vermehrt. Sein Enkel ward jetzt
von den Netzen der französischen Politik umstrickt, und selbst
dem Grossvater Karls, dem Kaiser, blieb bald nichts Anderes
übrig, als sich gleichfalls zu fügen. Erst am 28. Juni 1519
— als Karl mit Ausschluss des französischen Königs von den
1 Gachard p. 233.
Gacli. 1. c. p. 236.
3 L. c. p. 234.
4 Adrianuni — furibundae naturae quorundam sua modestia temperatorem;
liic vir est omni celsa sede dignus. Petr. Martyr ep. 57G.