K. Karls (V.) erstes Auftreten in Spanien.
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war unbestreitbar und wenn sie sich gegen das Königthum
ihres Sohnes erklärte, fand sie ausserhalb der Mauern von
Tordesillas Anhänger genug. So lange sie jedoch glaubte, ihr
Vater, der Regent Castiliens, in dessen Auftrag sie nach Tordesillas
gebracht worden war, lebe, war von ihr nichts zu besorgen,
da sie die äusserste Unterwürfigkeit ihren Eltern zu erweisen
gewohnt war. Man nahm daher zu dem Mittel seine
Zuflucht, sie lange glauben zu machen, K. Ferdinand
lebe, und was man ihr gegenüber für Anstalten ergriff, diese
immer als Befehle K. Ferdinands erscheinen zu lassen, worauf
sich ,die Königin' fügte. Ihr Sohn, der König, war ihr nur
der Prinz.
Die Entscheidung über das Königthum selbst musste
daher anders angegriffen werden. Karl übergab die Frage,
ob dasselbe ihm oder seiner Mutter gebühre, dem Cardinalregenten
und dem königlichen Rathe, dem er eröffnete,
er habe Adrian aufgetragen, ihnen ein grosses Geheimniss
mitzutheilen, worüber er Aufschlüsse wünschte. Schon am
1. Februar hatte Ximenes und der von ihm unzertrennliche Adrian,
an welchen als den wahren Dolbnetscher seiner Ansichten Karl
schon am 14. Februar von Brüssel aus den Cardinal und den königlichen
Rath an wies, Guadelupe verlassen, um sich nach Madrid
zu begeben, 1 wohin Ximenes eine Junta von Prälaten und
Grossen berief. Die Erzbischöfe von San Jago und Granada,
letzterer Präsident des königlichen Rathes, die Bischöfe von
Burgos, Avila, Almeria, Ciudad Rodrigo, Astorga, der Infant,
welchen Ximenes nicht mehr von sich liess, der Pierzog von
Alba, der Almirante von Castilien, der Marques von Villena,
der von Denia, welcher die Leiche Ferdinands nach Granada
gebracht hatte, der commendador mayor von Castilien, der von
Catalonien waren bereits am 1. März, als Stile an K. Heinrich
schrieb, dort angekommen und noch immer mehrte sich die
Anzahl der Kommenden. Bereits konnte man als bestimmt
ansehen, dass die Aragonesen, die Catalanen und Valencianer
Karl nicht früher als König anerkennen würden, als er ihre
1 Am 16. Februar kamen Ximenes und Adrian nach Madrid, wo sie im
selben Hause abstiegen. Am 27. Febrnar langte die prinzliehe Bestätigung
der Regentschaft an.
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