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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

Die  Ausgrabungen  in  Windisch-Gareten.

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zwei  Schreibgriffel  (stili).  Der  eine  (Taf.  IV,  14),  3  Zoll
10  Linien  lang,  besteht  aus  einem  runden  Schaft,  in  dessen
unteres  Ende  ein  8  Linien  langer  Schreibstift  eingesetzt  ist;
am  oberen  Ende  sitzt  die  6  Linien  lange  und  4  Linien  breite
Spatel.  Aus  dem  andern  etwas  grösseren  ist  der  Stift  herausgefallen ­
  (Taf.  IV,  15).
Von  den  Schlüsseln  zeigten  sich  sieben  Stücke  in  abweichenden ­
  Formen;  es  lassen  sich  zwei  Typen  unterscheiden.
Der  eine  besteht  aus  einem  platten  nach  oben  verjüngten
Eisenstabe;  am  oberen  Ende  sitzt  der  Bart,  der  entweder  aus
zwei  ankerförmig  umgebogenen  Enden  besteht  (Taf.  IV,  18)
oder  durch  ein  im  rechten  Winkel  abstehendes  Ende  dargestellt ­
  wird;  dieses  wieder  läuft  entweder  spitzig  aus  (Taf.  IV,
20“  und  b )  oder  wird  von  einer  schmalen  eingeschnittenen
Platte,  die  wagrecht  absteht,  gebildet  (Taf.  IV,  19).  Das  untere
breitere  Ende  des  Schlüssels  ist  durchlocht,  um  an  einen  King
gehängt  werden  zu  können.  Der  Schlüssel,  welcher  auf  Taf.
IV,  18  dargestellt  ist,  misst  5  Zoll  in  der  Länge,  der  Bart
1  Zoll,  der  Schaft  unten  %  Zoll  in  der  Breite.  Ein  diesem
in  der  Bildung  des  Bartes  ähnlicher  Schlüssel  (Taf.  IV,  10),
von  dessen  Bart  aber  der  eine  Theil  abgebrochen  ist,  hat  am
unteren  Ende  nur  einen  Haken  statt  des  Loches  und  misst
8  Zoll  in  der  Länge.  Der  auf  Taf.  IV,  20  dargestellte  Schlüssel
ist  4  Zoll  lang;  ein  zweites  Exemplar  derselben  Art,  mit
gebrochenem  Barte,  s.  bei  Lindenschmit  Taf.  III,  21.  Endlich
der  auf  Taf.  IV,  19  dargestellte  Schlüssel  hat  eine  Länge  von
2  Zoll  9  Linien,  der  Bart  ist  1  Zoll  lang.  ■—  Der  andere
Typus  besteht  lediglich  aus  einem  Eisenstabe,  welcher  unten
dicker  ist  und  zum  Aufstecken  auf  einen  quer  durchgehenden
Stab  oder  auf  einen  senkrechten  Griff  gerichtet  gewesen  zu
sein  scheint.  Das  obere  Ende  ist  umgebogen  entweder  in  zwei
Theile  auseinandergehend  (wie  in  Fig.  18)  oder  aus  einem
Theile  bestehend  und  dreimal  abgebogen,  so  dass  der  am
Ende  aufsitzende  Bart  nach  innen  gekehrt  ist  (Taf.  IV,  23).
Ein  Exemplar  der  ersteren  Varietät  findet  man  bei  Lindenschmit ­
  Taf.  III,  79  abgebildet,  es  ist  um  weniges  grösser  als
das  Exemplar  der  zweiten  Varietät  (Fig.  23),  welches  7  Zoll
in  der  Länge  misst,  der  abgebogene  Theil  hat  3  Zoll  in
der  Breite.
            
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