Die Ausgrabungen in Windisch-Gareten.
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zwei Schreibgriffel (stili). Der eine (Taf. IV, 14), 3 Zoll
10 Linien lang, besteht aus einem runden Schaft, in dessen
unteres Ende ein 8 Linien langer Schreibstift eingesetzt ist;
am oberen Ende sitzt die 6 Linien lange und 4 Linien breite
Spatel. Aus dem andern etwas grösseren ist der Stift herausgefallen
(Taf. IV, 15).
Von den Schlüsseln zeigten sich sieben Stücke in abweichenden
Formen; es lassen sich zwei Typen unterscheiden.
Der eine besteht aus einem platten nach oben verjüngten
Eisenstabe; am oberen Ende sitzt der Bart, der entweder aus
zwei ankerförmig umgebogenen Enden besteht (Taf. IV, 18)
oder durch ein im rechten Winkel abstehendes Ende dargestellt
wird; dieses wieder läuft entweder spitzig aus (Taf. IV,
20“ und b ) oder wird von einer schmalen eingeschnittenen
Platte, die wagrecht absteht, gebildet (Taf. IV, 19). Das untere
breitere Ende des Schlüssels ist durchlocht, um an einen King
gehängt werden zu können. Der Schlüssel, welcher auf Taf.
IV, 18 dargestellt ist, misst 5 Zoll in der Länge, der Bart
1 Zoll, der Schaft unten % Zoll in der Breite. Ein diesem
in der Bildung des Bartes ähnlicher Schlüssel (Taf. IV, 10),
von dessen Bart aber der eine Theil abgebrochen ist, hat am
unteren Ende nur einen Haken statt des Loches und misst
8 Zoll in der Länge. Der auf Taf. IV, 20 dargestellte Schlüssel
ist 4 Zoll lang; ein zweites Exemplar derselben Art, mit
gebrochenem Barte, s. bei Lindenschmit Taf. III, 21. Endlich
der auf Taf. IV, 19 dargestellte Schlüssel hat eine Länge von
2 Zoll 9 Linien, der Bart ist 1 Zoll lang. ■— Der andere
Typus besteht lediglich aus einem Eisenstabe, welcher unten
dicker ist und zum Aufstecken auf einen quer durchgehenden
Stab oder auf einen senkrechten Griff gerichtet gewesen zu
sein scheint. Das obere Ende ist umgebogen entweder in zwei
Theile auseinandergehend (wie in Fig. 18) oder aus einem
Theile bestehend und dreimal abgebogen, so dass der am
Ende aufsitzende Bart nach innen gekehrt ist (Taf. IV, 23).
Ein Exemplar der ersteren Varietät findet man bei Lindenschmit
Taf. III, 79 abgebildet, es ist um weniges grösser als
das Exemplar der zweiten Varietät (Fig. 23), welches 7 Zoll
in der Länge misst, der abgebogene Theil hat 3 Zoll in
der Breite.