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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

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Kenner.

daher  ist  die  Waffe  als  Wurfgeschoss  zu  betrachten,  dergleichen
man  ab  und  zu  in  römischen  Castellen  findet  (Lindenschmit
Seite  31).
Es  wurden  14  Messer  von  verschiedener  Grösse  und
Gestalt  gefunden,  welche  auf  Tafel  IV,  1—9  abgebildet  sind.
Zumeist  haben  die  Klingen  die  gewöhnliche  Form  mit  ganz
geradem  oder  nur  leicht  nach  auswärts  ödes  einwärts  gebogenem ­
  Rücken.  Bei  den  meisten  war  auch  die  Angel  als  ein
mehr  oder  weniger  dünner  Eisenstab  erhalten.  Besonders  sind
nach  Form  oder  erkennbarer  Bestimmung  zu  nennen  ein
Schnitzmesser  (Fig.  1),  4  Zoll  4  Linien  lang,  das  obere
abgeschrägte  Ende  1  Zoll  4  Linien  breit;  eine  sichelförmige
M  esserklinge  (Fig.  3)  jetzt  6  Zoll  8  Linien  lang,  die  Spitze
gebrochen,  die  erhaltene  Angel  2  Zoll  4  Linien  lang;  dann
eine  kurze  gerade,  an  der  Spitze  abgeschrägte  Messerklinge
mit  langer  Angel  (Fig.  4),  zusammen  9  Zoll  4  Linien  lang,
wovon  die  Hälfte  auf  die  Angel  entfällt;  die  Klinge  am  Heft
10  Linien  breit.  An  einer  zweiten  ganz  ähnlichen,  unter  aber
spitziger  zulaufenden  Klinge  ist  der  Knopf  am  obern  Ende
der  Angel  noch  erhalten  (Fig.  6).  Vier  Klingen  zeigten  eine
zierlich  geschweifte  Form,  als  Beispiel  davon  sei  die  besterhaltene ­
  hier  herausgehoben  (Fig.  7);  sie  ist  8  Zoll  4  Linien
lang,  wovon  2  Zoll  4  Linien  auf  die  ziemlich  starke  Angel
entfallen.
Ein  Löffelbohrer  (Taf.  IV,  11)  mit  rundem,  unten
einseitig  ausgehöhltem  Schaft  und  flacher  Spitze,  misst  8  Zoll
4  Linien;  ein  flacher  Meissei  (Taf.  IV,  21)  mit  sehr  seichten
Lappen  oder  vielmehr  Rändern  am  unteren  Theile,  ist  fi  Zoll
lang;  am  oberen  Ende,  dessen  Abrundung  durch  tiefe  Scharten ­
  nun  kaum  mehr  kenntlich  ist,  war  er  etwa  1  Zoll  breit.
Hieher  gehört  auch  ein  Durchschlageisen  von  cylindrischer,
oben  stark  verjüngter  Form,  4  Zoll  hoch  (Taf.  IV,  22)  und
ein  auf  Taf.  IV,  24  dargestelltes  6  Zoll  langes,  oben  mit  drei
Haken  versehenes  Instrument,  dessen  Schaft  eingedreht
ist,  als  ob  er  mit  gewundener  Canneliire  geschmückt  wäre;
seine  Bestimmung  ist  nicht  deutlich.  Ein  Schäufeichen
(Taf.  IV,  17“  und  b )  von  4  Zoll  Länge,  bei  1  Zoll  Schaufelbreite ­
  zeigt  einen  dünnen  leicht  eingedrehten  Stiel,  dessen
unteres  Ende  ringförmig  gebildet  ist.  Endlich  fanden  sich  noch
            
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