Die Ausgrabungen in Windisch-Garsten.
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Bein, jetzt 3 Zoll lang, glatt, oben mit einem Knöpfchen versehen,
unter diesem eingezogen und sofort wieder anschwellend,
die Spitze scheint alt abgebrochen zu sein 1 (Taf. V, 17).
Anderes Geräthe verschiedenen Gebrauches sind: die
Gewichte. Man fand dem Protokoll zufolge ein viereckiges
Gewicht im Raume 46, ebenda auch ein eichelförmiges
Gewicht aus Bronze (Taf. V, 6), 33 Linien hoch, bei 18 Linien
grösstem Durchmesser, oben mit einem Oehr zum Anhängen
an den Wagebalken versehen, unten mit einem Tropfen geschmückt;
von einem ähnlichen unten spitz zulaufenden, mit
Blei ausgegossenen Gewichte fehlt der obere Theil (Taf. V, 5).
Ein im Raume 25 gefundener Griff eines Geräthes aus
Bronze, 4‘/a Zoll hoch, hat die Gestalt einer auf eine viereckige
Platte aufgesetzten, nach oben stark verjüngten Säule;
im Inneren zeigen sich Spuren von Eisen (Taf. V, 10).
Zwei andere Gegenstände mögen zum Geschirre eines
Maulthieres gehört haben; der eine ist ein bronzener Zügelring
(Taf. Y, 9), mit dem angesetzten Zapfen 28 Linien lang,
24 Linien grösste Breite; der andere ein Glöckchen aus
Bronze, 3 Zoll 2 Linien hoch, mit einem Ringe oben versehen;
die Mündung bildet ein Viereck ; der eiserne Klöppel besteht
aus einem Stab,' der oben ringförmig eingebogen, nach unten
breit gehämmert ist. Sie wurde vor dem Raume 46 gefunden
(Taf. V, 12).
Alles übrige Geräthe bestand durchaus aus Eisen. Auch
sie folgen hier in Gruppen: zunächst die einzige Waffe, die
man fand, dann die Messer, Bohrer, Griffel, Schlüssel, Eisenschuhe
und Nägel.
Da, wie es gewöhnlich bei Ausgrabungen wahrgenommen
wird, die Germanen nach Einnahme von römischen Niederlassungen
vorzüglich nur die Waffen als willkommene Beutestücke
auflasen und mit sich nahmen, ist es nicht zu wundern,
dass man auch in Windischgarsten nur eine einzige Waffe auffand,
eine Lanzenspitze (Taf. IV, 13). Sie ist sarnmt der
Tülle 9 Zoll lang, das Blatt 1 Zoll 8 Linien in grösster Breite
und flach; die Tülle hat einen Durchmesser von 8 Linien,
war also zur Aufnahme eines leichten Schaftes bestimmt;
1 Giiisbei'ger erwähnt fj. 50 „ein Paar Haarnadeln aus Bein“.
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