Die Ausgrabungen in Windisch-Garateu.
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dus einen vorzüglichen thatkräftigen Statthalter, welcher die
ihm untergebenen Truppen trefflich zu behandeln wusste, sie
stets in Uebung erhielt und dadurch den germanischen Stämmen
Furcht einflösste. Die Provinzen, die unter seinem Schutze
standen, genossen in Folge seines Auftretens aller wünschenswerthen
Sicherheit *.
Es ist nicht anders denkbar, als dass ein solcher Statthalter
auf die Verbindung mit Italien ein grosses Gewicht gelegt
und das Institut der Reichspost, insoferne es durch die
Occupation der Gothen unterbrochen war, erneuert habe.
Wahrscheinlich wurde unter ihm die zerstörte mansio von
Ernolatia wenigstens nothdürftig wiederhei-gestellt und durch
das kleine Bollwerk gesichert. In dieser Gestalt mag sie bis
zum Abzug der Römer nach des hl. Severinus Tode bestanden
haben. Dann tx-itt sie in ein uns völlig unenthüllbares Dunkel
zurück.
Anhang.
Im Fortgange des zweiten Tlieiles unserer Untersuchung
sind, um denselben nicht zu unterbrechen, nur jene Fundgegenstände
besprochen worden, welche in ihren Merkmalen
Anhalte für die Zeitbestimmung gewähren: die Münzen, Stärnpel
und eingekratzten Inschriften der Ziegel und Gefässe, die
Ornamente späteren Thongeschirres und die charakteristischen
Fibelformen. Die andern Objecte wurden nur in dem Falle
obenhin erwähnt, wo die Fundstelle ihrer Aufgrabung angegeben
und für die Bestimmung des einstigen Zweckes der betreffenden
Räume von Wichtigkeit ist; die übrigen wurden
ganz übergangen.
Die beiden letzteren Arten sollen nun übersichtlich verzeichnet
werden, um das zu Gebote stehende Materiale möglichst
vollständig zu geben. Es seien dabei der Schmuck und
die zur Verzierung der Kleider gehörigen Stücke vorausgestellt;
ihnen folgen Werkzeug und Geräthe verschiedener Art.
1 Zosimus V, 4G.