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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

Die  Ausgrabungen  in  Windisch-Garateu.

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dus  einen  vorzüglichen  thatkräftigen  Statthalter,  welcher  die
ihm  untergebenen  Truppen  trefflich  zu  behandeln  wusste,  sie
stets  in  Uebung  erhielt  und  dadurch  den  germanischen  Stämmen ­
  Furcht  einflösste.  Die  Provinzen,  die  unter  seinem  Schutze
standen,  genossen  in  Folge  seines  Auftretens  aller  wünschenswerthen
  Sicherheit  *.
Es  ist  nicht  anders  denkbar,  als  dass  ein  solcher  Statthalter ­
  auf  die  Verbindung  mit  Italien  ein  grosses  Gewicht  gelegt ­
  und  das  Institut  der  Reichspost,  insoferne  es  durch  die
Occupation  der  Gothen  unterbrochen  war,  erneuert  habe.
Wahrscheinlich  wurde  unter  ihm  die  zerstörte  mansio  von
Ernolatia  wenigstens  nothdürftig  wiederhei-gestellt  und  durch
das  kleine  Bollwerk  gesichert.  In  dieser  Gestalt  mag  sie  bis
zum  Abzug  der  Römer  nach  des  hl.  Severinus  Tode  bestanden
haben.  Dann  tx-itt  sie  in  ein  uns  völlig  unenthüllbares  Dunkel ­
  zurück.

Anhang.
Im  Fortgange  des  zweiten  Tlieiles  unserer  Untersuchung
sind,  um  denselben  nicht  zu  unterbrechen,  nur  jene  Fundgegenstände ­
  besprochen  worden,  welche  in  ihren  Merkmalen
Anhalte  für  die  Zeitbestimmung  gewähren:  die  Münzen,  Stärnpel
  und  eingekratzten  Inschriften  der  Ziegel  und  Gefässe,  die
Ornamente  späteren  Thongeschirres  und  die  charakteristischen
Fibelformen.  Die  andern  Objecte  wurden  nur  in  dem  Falle
obenhin  erwähnt,  wo  die  Fundstelle  ihrer  Aufgrabung  angegeben ­
  und  für  die  Bestimmung  des  einstigen  Zweckes  der  betreffenden ­
  Räume  von  Wichtigkeit  ist;  die  übrigen  wurden
ganz  übergangen.
Die  beiden  letzteren  Arten  sollen  nun  übersichtlich  verzeichnet ­
  werden,  um  das  zu  Gebote  stehende  Materiale  möglichst ­
  vollständig  zu  geben.  Es  seien  dabei  der  Schmuck  und
die  zur  Verzierung  der  Kleider  gehörigen  Stücke  vorausgestellt;
ihnen  folgen  Werkzeug  und  Geräthe  verschiedener  Art.

1  Zosimus  V,  4G.
            
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