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Kenner.
erscheinen, dass die Gefässe dieser Art keineswegs aus einer
älteren Zeit, etwa der vorrömischen sogenannten Bronzezeit
herrühren. Vielmehr stammen sie aus einer späteren Zeit als
die Gefasse von terra sigillata her und sind wol überhaupt als
einheimisches Fabricat zu betrachten. Freilich lässt sich eine
genauere Bestimmung der Zeit nicht geben, die wenigen ornamentierten
Fragmente reichen dazu nicht aus. Wol aber muss
der Gedanke abgewiesen werden, dass sie als Thongeschirr
einfacherer Art für den Gebrauch der Küche neben den Gefässen
aus terra sigillata in Verwendung gestanden hätten, also
diesen gleichzeitig gewesen wären. Denn das diesen gleichzeitige
ganz einfache Geschirr ist noch immer von einer Technik,
welche sich von der Bereitungsweise der eben in Rede
stehenden Geschirre scharf abhebt; der Thon ist fein, sehr
hart gebrannt, die Wandung viel dünner, die Farbe zumeist
röthlich; vertieft eingedrückte Ornamente fehlen ganz, dafür
zeichnet es sich durch leichte saubere Formen aus. Vielmehr
werden jene Gefässe nach dem schon mehr zum Mittelalter
hinneigenden Charakter der Arbeit als die schöneren Stücke
einer herabgekommenen Verfallzeit betrachtet werden müssen
und frühestens dem IV. Jahrhunderte und zwar eher der
zweiten Hälfte desselben als der ersten angehören.
Als diesen gleichzeitige, für den untergeordneten Gebrauch
bestimmte, vielleicht selbst aus noch späterer Zeit herrührende
Gefasse werden jene anzusehen sein, welche nach den Vorgefundenen
Fragmenten eine dunkle schmutzig schwarze Farbe
und dicke Wandung haben, nicht auf der Scheibe gedreht sind
und daher auch nicht an allen Stellen gleichmässig ausgearbeitet
erscheinen, nur obenhin am offenen Feuer wenig gebrannt
wurden und aller Verzierung entbehren.
Es lassen sich also ähnlich wie bei den Münzen und
Ziegelstämpeln, so auch bei den Gefässen zwei Reihen unterscheiden,
die einen reichlicher vertreten und einer guten Zeit
angehörend, die andern aus einer spätem Zeit und deren Dürftigkeit
und Verfall anzeigend.
Die Fundobjecte aus Metall (Silber, Bronze, Eisen)
sind von der Verwaltung des Museums Francisco-Carolinum
zum Zwecke ihrer Abbildung und Bestimmung an den Director
des römisch-germanischen Central-Museums in Mainz,