Die Ausgrabungen in Windisch-Garsten.
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der Bekleidung (numerus militum caligatorum, aus Diocletian’s
Zeit) 1 oder endlich und in den zahlreicheren Fällen nach der
Nationalität. Diese wird entweder mit einem, dem Volksnamen
bezeichnet (numerus Brittonum 2 , numerus Caddarensium vom
Jahre 225 3 ), oder mit zweien, indem zum Volksnamen noch
ein Gau- oder Stadtname hinzutritt (numerus Brittonum Nemaningensium
J , numerus Brittonum Triputensium 5 , numerus
Dalmatarum Divitensium 6 ) oder endlich es wird die Art der
Verwendung mit einem Volks- oder Gaunamen verbunden
(numerus exploratorum Bremenensium 7 , numerus exploratorum
Divitensium Antoninianorum 8 , numerus Syrorum sagittariorum)
9 .
Aus diesen Beispielen geht hervor, dass das Wort militum
in den Titel nur dann aufgenommen wird, wenn der Zusatz
adjectivisch gebraucht ist (m. frumentariorum, caligatorum),
dagegen wegfällt, wenn Substantiva im Beisatze Vorkommen
(exploratorum oder Stammnamen wie Brittonum, Dalmatarum,
Syrorum).
Es ist nun zunächst zu sehen, ob in unsereu Stämpeln
ein erklärender Zusatz angedeutet sei und dieser ein Substantivum
oder Adjectivum enthalte. Bei den Stämpeln 4 und 5
findet sich zum Schlüsse eine Ligatur, welche Gaisberger mit
RE aufgelöst und auf Retorum statt Raetorum gedeutet hat,
wonach ein numerus rätischer Soldaten den Bau geführt hätte.
Allein es liegt keinerlei Anlass vor, der die an sich wenig
wahrscheinliche Schreibung Re- für Rae- vorauszusetzen zwingen
würde. Die Ligatur kann eben so gut mit ER aufgelöst
werden und findet genügende Erklärung als die Abkürzung
der zweiten Sylbe des Wortes numerus. Es spricht dafür auch
der Stämpel 1, der RI am Ende zeigt; wenngleich das I
undeutlich ist, lässt es sich doch aus der Anwendung des Ge-1
Orelli-Henzen 3540.
2 A. a. 0. 5781 aus Neuwied.
3 A. a. O. 5271.
4 v. Hcfner. Röm. Bayern S. 30. Aschaffenburg.
5 A. a. 0. S. 90.
G Orelli-Henzen 3410.
7 A. a. O. 206. Richester.
8 A. a, O. 6730. Mainz.
8 C. J. L. II. 1180.