Die Ausgrabungen in Windiscli-Garsten.
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Unter den Stäinpeln der einen Reihe mögen jene voranstehen,
welche in den an die k. Akademie der Wissenschaften
eingesendeten Photographien abgehildet sind, nemlieh:
1) NMRi Der letzte senkrechte Strich nicht vollkommen deutlich.
Taf. II, 1.
2) N M R Der letzte Buchstabe auf einem Bruchstücke nicht
vollkommen deutlich, da er über eingerissene Kreislinien
aufgedrückt ist.
3) N A M i Taf. II, 2. gebrochen, der zweite Buchstabe verkehrt,
d) N V AR Taf. II, 3. Fragment eines Leistenziegels. Der nach
abwärts gekrümmte Querstrich des E ist möglicherweise
zufällig entstanden durch eine Erhabenheit
im Thone des Ziegels. Die Photographie des Stämpels
giebt keine alle Zweifel beseitigende Vorstellung
des am Rande nicht vollkommen deutlichen
Stämpels. Dass ein E vermeint sei, geht wol
aus der Analogie mit dem folgenden Stäinpel hervor.
5) N ÄP !?\ jetzt im k. k. Antiken-Cabinet; erhabene ziemlich
gute Lettern, 8 Linien hoch. Zwischen M und der
Ligatur ist der Grund, auf dem die Buchstaben erscheinen,
vielleicht beim Abkratzen des anhaftenden
Erdreichs oder durch alte Beschädigung geritzt und
zwar in schräger Richtung, so dass es auf den
ersten Anblick den Anschein gewährt, als stünde
zwischen beiden ein sie verbindender Schrägstrich
und als wären nicht blos ER, sondern AER oder
RAE in der Ligatur enthalten. Allein bei sehr
genauer Prüfung im besten Lichte erkennt man,
dass hier ein Spiel des Zufalls vorwalte; namentlich
ist der Zwischenraum zwischen M und der
Ligatur zu klein, als dass ein ursprünglich beabsichtigter
Schrägstrich hier Platz hätte.
Hiezu erwähnt Gaisberger zwei vereinzelt auftretende,
auch im Protokolle erwähnte Bruchstücke mit:
6) NMl und einen Flachziegel mit:
7) A L A | Lettern 10 Linien hoch. Taf. II, Fig. 4.
Die andern Ziegelstämpel dieser Reihe liest Gaisberger
alle wie 5); sie scheinen ziemlich häufig vorgekommen zu sein.