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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

Die  Ausgrabungen  in  Windiscli-Garsten.

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Unter  den  Stäinpeln  der  einen  Reihe  mögen  jene  voranstehen,
  welche  in  den  an  die  k.  Akademie  der  Wissenschaften
eingesendeten  Photographien  abgehildet  sind,  nemlieh:
1)  NMRi  Der  letzte  senkrechte  Strich  nicht  vollkommen  deutlich. ­
  Taf.  II,  1.
2)  N  M  R  Der  letzte  Buchstabe  auf  einem  Bruchstücke  nicht
vollkommen  deutlich,  da  er  über  eingerissene  Kreislinien ­
  aufgedrückt  ist.
3)  N  A  M  i  Taf.  II,  2.  gebrochen,  der  zweite  Buchstabe  verkehrt,
d)  N  V  AR  Taf.  II,  3.  Fragment  eines  Leistenziegels.  Der  nach
abwärts  gekrümmte  Querstrich  des  E  ist  möglicherweise ­
  zufällig  entstanden  durch  eine  Erhabenheit
im  Thone  des  Ziegels.  Die  Photographie  des  Stämpels
  giebt  keine  alle  Zweifel  beseitigende  Vorstellung ­
  des  am  Rande  nicht  vollkommen  deutlichen
Stämpels.  Dass  ein  E  vermeint  sei,  geht  wol
aus  der  Analogie  mit  dem  folgenden  Stäinpel  hervor.
5)  N  ÄP  !?\  jetzt  im  k.  k.  Antiken-Cabinet;  erhabene  ziemlich
gute  Lettern,  8  Linien  hoch.  Zwischen  M  und  der
Ligatur  ist  der  Grund,  auf  dem  die  Buchstaben  erscheinen, ­
  vielleicht  beim  Abkratzen  des  anhaftenden
Erdreichs  oder  durch  alte  Beschädigung  geritzt  und
zwar  in  schräger  Richtung,  so  dass  es  auf  den
ersten  Anblick  den  Anschein  gewährt,  als  stünde
zwischen  beiden  ein  sie  verbindender  Schrägstrich
und  als  wären  nicht  blos  ER,  sondern  AER  oder
RAE  in  der  Ligatur  enthalten.  Allein  bei  sehr
genauer  Prüfung  im  besten  Lichte  erkennt  man,
dass  hier  ein  Spiel  des  Zufalls  vorwalte;  namentlich ­
  ist  der  Zwischenraum  zwischen  M  und  der
Ligatur  zu  klein,  als  dass  ein  ursprünglich  beabsichtigter ­
  Schrägstrich  hier  Platz  hätte.
Hiezu  erwähnt  Gaisberger  zwei  vereinzelt  auftretende,
auch  im  Protokolle  erwähnte  Bruchstücke  mit:
6)  NMl  und  einen  Flachziegel  mit:
7)  A  L  A  |  Lettern  10  Linien  hoch.  Taf.  II,  Fig.  4.
Die  andern  Ziegelstämpel  dieser  Reihe  liest  Gaisberger
alle  wie  5);  sie  scheinen  ziemlich  häufig  vorgekommen  zu  sein.
            
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