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K enner.
des Weisskupferdenars stattfanden und damals der Billondenar
eine werthvolle Münze darstellte, auch zumeist aus eben diesem
Grunde aus dem Verkehre gezogen und vergraben worden
war. Es mögen dabei auch Silberdenare älterer Zeit in
die Hände der Nachforschenden gelangt und aufgelesen worden
sein, so dass es nur ein Zufall ist, wenn damals von letzteren
16 Stücke, von Billondenaren ein Stück den Suchenden
entgieng, und erst in Folge der neueren Aufgrabungen zu
Tage kamen.
Die Ergebnisse, zu denen die Untersuchung der Fundmünzen
von Windischgarsten führte, bestehen also, um sie kurz
zusammenzufassen, in Folgendem. Jene der ältesten Gruppe
deuten nach ihrer Sortenmischung auf das Courant, wie es in
der Zeit des K. Alexander Severus bestand, und bestätigen,
eben weil sie die ältesten Münzen in der mansio von Ernolatia
sind, dass deren Erbauung in die Epoche dieses Kaisers falle.
Die zweite Gruppe weist nach der Zahl der einzelnen Posten
und, da an einen Schatz nicht zu denken ist, auf ein Ereigniss,
welches in der zweiten Hälfte des III. Jahrhunderts in unserer
mansio eine Flüchtling der Einwohner und den Verlust einer beträchtlichen
Menge von Münzen in grösseren Beträgen veranlasste.
Es liegt auf der Hand, dass mit diesem Ereigniss die erste
Zerstörung der mansio zusammenhängt. Bei deren Wiedererbauung
wurde das werthhaftere in früherer Zeit verstreute
Geld sorgfältig aufgelesen, weshalb sowol der Silberdenar in
der ersten Gruppe, als auch der Billondenar der nächstfolgenden
25 Jahre so spärlich vertreten sind. Im IV. Jahrhundert
endlich bestand die mansio mindestens noch bis 378 fort, doch
lässt sich aus der Abnahme der Zahl der Münzen in der dritten
Gruppe schliessen, dass in dieser Zeit die Lebhaftigkeit
des Verkehres, wenigstens in Ernolatia und im Vergleich zur
früheren Zeit bedeutend abgenommen habe.
Zu den redenden Denkmälern gehören ferner die Bruchstücke
von Ziegeln und Gefässen, welche Stämpel und
eingeritzte Schriftzeichen tragen.
Die Ziegelstämpel beziehen sich nur auf Truppenkörper,
nicht auf Privatfirmen; sie thoilen sich nach ersteren
und bezeichnender Weise zugleich nach den Fundstellen in
zwei Reihen.