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Kenner.
So schlecht sie in technischer Beziehung 1 auch hergestellt
waren, lässt sich doch nicht denken, dass schon eine zehn-, selbst
eine zwanzigjährige Circulation sie in diesen Zustand gebracht
hätte; es ist daher sehr wahrscheinlich, dass sie noch über die
Zeit Diocletian’s hinaus im Verkehre waren. Ein zweiter
Grund, welcher ebendafür spricht, ist die auffallend geringe
Zahl, in der die Münzen des IV. Jahrhunderts im Funde vertreten
sind. Obwol sie mindestens bis Valens (f 378) hinabreichen,
sind nur 16 Stücke aus diesem Jahrhundert vorhanden,
von denen 6 dem Anfänge desselben angehören und 3
unbestimmbar sind. Um so auffallender ist dies, als sonst
gerade in den Funden unserer Länder die Münzen aus Constantin’s
des Grossen und seiner Söhne Zeit sich sehr zahlreich
zeigen. Es wird daraus geschlossen werden müssen, dass jene
60 unbestimmten Weisskupferdenare (aus der Epoche von 260 bis
270) also beinahe ein Viertel der gesammten Zahl der letzteren
als niedriges Scheidegeld bis -tief hinein in das IV. Jahrhundert
vielleicht noch länger umgelaufen und erst sehr spät in dem
aufgegrabenen Gebäude verloren worden seien, wonach die
Zahl der aufs IV. Jahrhundert entfallenden Münzen sich auf
70 bis 80 stellen würde.
Da diese eben besprochenen Münzen die dritte Gruppe
in unserem Funde ausmachen, sind nur noch zwei merkwürdige
Erscheinungen an den Münzen von Windischgarsten zu betrachten,
welche das Verhältniss ihrer Anzahl innerhalb einer
jeden Gruppe darbietet; die erste über Alexanders Regierung,
13 Jahre (222—235), ausgedehnt zeigt mit Einschluss der einen
unbestimmbaren Grossbronze 51 Stücke; die zweite aus mindestens
27 Jahren (260—287) 249, die dritte aus 91 Jahren
(287 — 378) 76 Stücke. Ueberdies sind die erste und zweite
Gruppe durch einen Zwischenraum von 25 Jahren getrennt
(235—260), aus welchem nur der eine Billondenar von Gordianus
zu Tage gekommen ist.
Bei der Vergleichung dieser Zahlen ist der schon nachgewiesene
Umstand festzuhalten, dass die Münzen nicht Bestandtheile
eines Schatzes, sondern dass sie zufällig in die
Erde gelangt sind, sei es durch Unvorsichtigkeit des Besitzenden,
oder durch Ereignisse, welche jede Vorsicht fruchtlos
machten. Das erstere wird im Durchschnitt so ziemlich zu