Kenner.
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auf dem nun mauerfreien Boden zwischen der Secbacherstrasso
und den Räumen 1 — 10. Hier, wo die besser ausgestatteten
Wohnräume standen, wurden die meisten Münzen, mehr als
die Hälfte, gefunden. Auch die Verschiedenheit der Sorten
spricht gegen die Auffassung eines Schatzes; es fanden sich,
wie noch gezeigt werden wird, Münzen der ältesten Kaiserzeit
neben solchen der späteren Verfallzeit, in der jene lange nicht
mehr circulierten, und überdies erstere in einer so geringen
Anzahl, dass eine Sortentrennung des etwa angesammelten
Geldes, wie sie in anderen Funden vorkommt, hier nicht
denkbar ist.
Die Münzen müssen also zufällig in den Erdboden gelangt
sein, sei es dass sie einzeln verstreut oder in grösseren
Beträgen als der Inhalt von Beuteln, Taschen, Büchsen u. dgl.
verloren wurden. Darum dürfen sie auch nicht als Repräsentanten
des Courants einer bestimmten Epoche, sondern
müssen als das mehrerer aufgefasst werden. Wir theilen sie
zum Zwecke der Prüfung in drei durch Veränderungen im
römischen Münzwesen selbst unterschiedene Gruppen '.
Die erste und älteste bis auf den Schluss der Regierung
des K. Alexander Severus herabreichend (im Verzeichnisse
Post 1 bis 22 inclusive) spiegelt das Courant aus dem ersten
Drittel des III. Jahrhunderts. Unter Septimius Severus war der
Silberdenar auf nahezu 50 Percent Feingehalt herabgegangen.
Damals verschwanden die älteren besseren Denare aus dem
Verkehre mit Ausnahme derjenigen, welche durch eine vieljährige
Circulation soviel von ihrem Gewichte verloren hatten,
dass sie sich neben den schlechteren Denaren des Septimius
Severus im Verkehre erhielten. Eben diese Erscheinung stellt
sich in der älteren Gruppe dar. Von den 16 Denaren, die sie
enthält, stammen 9 aus dem ersten Drittel des III. Jahrhunderts;
die übrigen 7 aus dem I. und II. Jahrhundert sind, die
jüngste durch einen Zwischenraum von mindestens 23 Jahren,
die älteste durch einen solchen von mindestens 114 Jahren
getrennt, d. h. sie waren zwischen 23 und 114 Jahren im
Cours und hatten dadurch soviel an Gewicht verloren, dass sie
> Ueber die Darstellung dieser Veränderungen vgl. Th. Mommsen beschichte
des römischen Münzwesens 1 an den betreffenden Stellen.