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Kenner.
wie noch gezeigt werden soll, eine Nachtherbergestation der
Reichspost war, in dem Raume 3 eine Esse, eine Schmiede
anzunehmen. An der durchs Gebirge führenden Strasse, die
auch von Lastwägen viel befahren war, mögen häutige Beschädigungen
an Wagen und Pferdezeug vorgekommen sein,
die einer schleunigen Reparatur in der mansio bedurften.
Es war durchaus angezeigt, eine solche im Gebäude selbst zu
errichten. Allerdings waren, wie die Untersuchung noch
weiter darlegen wird, die AVirthschaftsgebäude gegen Norden
zu angelegt, und man könnte vermuthen, dass unter diesen
auch die Schmiede sich befunden haben sollte, diese also
nicht so nahe an die Fronte des Gebäudes gerückt gewesen
sei, welche letztere noch zu besprechende Momente
nach Südwesten zu verlegen zwingen. Allein erstlich waren
die Wirthschaftsgebäude zum grössten Theile aus Holz und,
wenn die Schmiede neben ihnen lag, der Feuergefahr ausgesetzt;
zweitens bestand die Zufahrt zum Gebäude offenbar
vor der Fronte desselben, d. i. in dem Raume zwischen
dem Quadrate (1—7) und der Umfassungsmauer. Hier kehrten
zunächst die Fuhrwerke zu, ob sie nun sich nur kurze Zeit
aufhielten oder über Nacht blieben. Daher war es bequemer,
die Schmiede an dieser Stelle anzulegen; sie befand sich alsdann
in einem ganz gemauerten Tracte und war durch starke
Mauern von den Nebenräumen getrennt.
An der Aussenseite von 1 und 3 gegen Südwesten fand
man mächtige Vierecke angebaut, das eine an der Mauer des
Raumes 1 mass 4 zu 4 '/ 2 Fuss, das andere an der Ecke von 3
mass 3 zu 3Fuss. Man hat sie mit Recht für die Reste
von Pfeilern gehalten, aber mit Unrecht geschlossen, dass diese
Pfeiler einen Thorbau gestützt hätten. Denn es hätte das Thor,
wenn dessen Durchfahrt senkrecht auf der Richtung der Gasse
stand, also von Süd gegen Nord, zu keiner Thiire, zu keinem
offenen Raume geführt, da ja 1 und 3 gegen die Gass.e zu vollkommen
abgeschlossen waren. 1 Hätte aber die Durchfahrt die
Richtung von Südost gegen Nordwest gehabt, so dass das
Gewölbe einerseits auf den Pfeilerresten, andererseits auf der
1 Die Thüre, welche ursprünglich im Raume 1 bestanden haben dürfte,
vermuthe ich an der Stelle des (später angebauten) grösseren Pfeilers.
Vgl. weiter unten.