Die Ausgrabungen in Windisch-Garsten.
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vollkommen glatten, wahrscheinlich fest gestampften Boden —
nichts anderes vermuthen, als dass ein Zugang nur von oben
her bestanden habe.
Die beiden grösseren Räume 1 (2 Klafter zu 2 Klafter
2 Fuss 10 Zoll) und 3 (2 Klafter im Quadrat), sind nur unter
sich in Verbindung, sonst aber nach allen Seiten abgeschlossen.
Doch ist, wie noch gezeigt werden wird, durchaus wahrscheinlich,
dass ursprünglich wenigstens der Raum 1 eine
Thüre ins Freie gegen die Mauer der Umfassung zu gehabt
habe. Die Mauern sind in beiden Räumen stärker als in den
anderen, 22 bis 24 Zoll dick, was sonst nur noch an einzelnen
Stellen der südlichen Hälfte des Gebäudes begegnet, wie in
zwei Ecken des Raumes 28, dann im Raume 38 und bei 19, alle
anderen Mauern der südlichen Hälfte der Ausgrabungen haben
eine geringere Dicke. Sehr wahrscheinlich hängt diese Stärke
der Mauern mit dem Umstande zusammen, dass der Boden, auf
dem das Gebäude stand, gegen Süden hin etwas abhängig ist.
Hart von der Thüre weg, die vom Raum 1 nach 3 führt,
fand man in letzterem Steinpflaster, welches den grösseren
Theil des Gemaches bedeckt und an den beiden Ecken, die
gegen Südosten sehen, abgeschrägt ist. Auf dem Pflaster erheben
sich zwei gemauerte Pfeiler, 21 zu 25 Zoll; die Höhe ist
nicht angegeben. Sie bestehen aus den grössten Ziegelplatten,
die man in den Ausgrabungen traf (nicht alle ganz, sondern
einzelne in Bruchstücken vermauert), und stehen nicht völlig
2 Fuss von einander ab. Soweit der Boden nicht vom Steinpflaster
bedeckt ist, besteht er aus festgestampftem Lehm. Unzweifelhaft
sind dies die Reste eines Herdes, aber sicher nicht
eines Kochherdes und daher der Raum 3 nicht eine Küche.
Denn, auch wenn darauf Rücksicht genommen wird, dass sehr
wahrscheinlich vom Raum 1 ursprünglich eine Thür ins Freie
führte, so wäre die Küche doch gegen alle Räume des Hauses
selbst abgeschlossen und nur gegen die Umfassungsmauer, gegen
die Gasse hin offen gewesen. Man hätte die bereiteten Gerichte,
wo sie immer aufgetragen werden sollten, durch Höfe
und Gassen tragen müssen, was sich für die kühleren Jahreszeiten
doch zu wenig empfiehlt, als dass man eine solche
Anordnung der Küche den praktisch bauenden Römern zumuthen
sollte. Viel passender scheint es mir, da das Gebäude,