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K h n n e r.
Sand, kleinen Tuff- und Ziegelstücken und Kalk bestehend;
er war überaus hart, seine obere Fläche glich einem sehr
rohen Mosaik. Der hohle Raum zwischen den Pfeilern war
lose mit Schutt und Erde ausgefüllt, eine Folge des Einsturzes
des Gebäudes. Die Mündung in den schmalen Gang 44 war
schon in alter Zeit mit Steinen und Erde leicht verlegt.
Nach dieser Anlage kann kein Zweifel bestehen, dass
der schmale Raum 44 die Heizkammer (praefurnium) für das
anstossende Hypocaustum war; wie aus dem Profil C—D auf
Tafel I zu entnehmen ist, war die Kammer etwas tiefer als
der Cementboden über dem Hypocaustum angelegt. Die Mündung,
durch welche die erwärmte Luft aus der Kammer in
den von den Pfeilern gebildeten Hohlraum eindrang, pflegte
bekanntlich für die Zeit des Hochsommers verlegt zu werden,
was hier der Fall war. 1
Das zweite Hypocaustum im Raume 26 ist nicht mehr
vollständig erhalten, es sind nurmehr die Spuren von vier 10 Zoll
breiten Pfeilern vorhanden, die 18, 24 und 30 Zoll von einander
abstanden, also nicht so regelmässig angelegt waren, wie in
den anderen. Wahrscheinlich hatte es ursprünglich eine grössere
Ausdehnung auch über die Räume 25, 13, 14 und 20, so
dass die engen Räume 12 und 15 Heizkammern des Hypocaustum
darstellen; zusammen sind beide fast so lang (12 Fuss)
als die Heizkammer 44 (fast 15 Fuss), sie waren aber in zwei
Theilen disponiert, . sehr wahrscheinlich um mehrere Räume
zugleich zu erwärmen und um dem Raume 14 der zwischen
ihnen zu liegen kam, eine möglichst hohe Temperatur zu
verleihen.
1 In dem Hypocaustum Im Bade zu Bregenz war die Mündung nur tlieilweise
verlegt. (Vorarlberger Landeszeitung 1S70. Nr. 118.) Es bandelte
sich also dabei nicht, für den Sommer die Verbindung des Praefurnium
und des Hypocaustum ganz zu unterbrechen, sondern nur darum, eine
geringere Wärmemenge in letzteres eintreten zu lassen, da im Sommer
weniger Wärmezufuhr notliwendig war, um das Caldarium auf einen gewünschten
Grad der Wärme zu bringen, als im Winter. Die Abschliessung
des Praefurnium beweist datier nicht, das dasselbe im Sommer
nicht geheizt wurde, was auch schon daraus hervorgeht, dass man nicht
blos im Winter und der kühleren Jahreszeit, sondern auch im Sommer
sich der Bäder bediente.