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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

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Rockinger.

17.  Weiher  ain  ding  erziugen  miisz  selbdritt.
Wa  man  vmb  lehen  rechtet  vor  ainem  Herren,  vnd  wirt
ainem  ertailt  das  er  ain  ding  erziugen  müsz  selbdritt,  der
herre  sol  da  zu  dem  mynsten  bau  zwelff  man  an  seinem  gericht-
  die  vrtail  sprechent.
Weiher  herre  ist  der  nit  zwei  ft'  man  hat  so  er  richten  sol
vmb  lehenrecht,  der  sol  das  recht  ziechen  für  den  herren  von
dem  er  ach  ze  lehen  hat,  oder  sol  im  den  selbigen  herren
haissen  leichen  seiner  mann  als  vil  im  denn  geprist.  da  sprechen
ir  baider  man  vrtail.
Vnd  ist  das  gut  dez  herren  aigen,  vnd  mag  er  der  man
nit  gehaben,  so  ziech  das  recht  für  den  künig.  vnd  ist  er  in
dem  land  nit,  so  ziech  es  für  den  lantrichter.
27.  Wenn  ain  man  mit  seinem  herren  rechtet  vnd  der  herre
den  man  ains  dings  vberziügen  will.
Wann  sich  ain  herre  mit  seinem  mann  rechtes  vnderwint
vnd  er  den  man  aines  dings  vberziügen  wil,  so  sol  der  herre
dem  mann  die  vor  benennen  mit  der  er  in  vberziügen  will
vnd  wen  der  herre  also  nennt,  1  damit  miisz  crs  erziügen,  vnd
mit  chainem  andern,  also  sol  auch  der  man  gegen  dem  herren
tün.  wen  er  zu  geziiigen  bitt,  der  man,  der  sol  der  herre  ziiigen  :
vnd  sol  im  erlauben  vnd  haissen  die  warhait  sagen,  darumb
wöll  er  jm  nymmer  dester  veinder  werden.
Vnd  die  geziügen  die  der  herre  nennt  gegen  dem  mann
vnd  choment  die  nit'  vf  den  tag,  damit  verliürt  der  herre  nit.
koment  sy  aber  zu  dem  driten  rechttag,  so  hat  der  herre  verlorn.
  der  man  kan  noch  sol  nymmer  mit  dem  verliern  gegen
seinem  herren  so  die  ziügen  nit  koment  die  er  gebotten  hat
gegen  seinem  herren  oder  die  jm  geben  sind,  das  ist  darumb
recht,  das  sy  der  herre  darzü  zwingen  sol,  vnd  in  erlauben  sol
die  rechtikait  ze  sagen.
Der  herre  hat  frist  gegen  seinem  mann  die  ziügen  ze
bringen  vntz  an  den  dritten  tag.  der  rechttag  sol  ye  ainer  sein
vber  viertzehen  tag.
Welicher  herre  seinem  manu  dreystund  zu  dem  rechten
gebotten  hat  vnd  nit  dar  chomen  ist,  dem  verurtailt  man  sein

1  II  nempt.
            
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