Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

Berichte  über  Handschriften  des  sog.  Schwabenspiegels.

413

vnd  sein  Wappen  fürt  in  dem  rechten  als  hie  von  den  pfaffen
gesprochen  ist.
Das  selb  recht  hand  auch  die  freyen.
13.  Nymmbt  ain  herre  seinem  mann  sein  gilt  mit  gewalt.
Vnd  nymmbt  ain  herre  seinem  mann  ain  gut  mit  gewalt,
oder  will  im  sunst  seine  lehen  nit  leihen,  vnd  er  vordert  das
lehen  an  den  herren,  vnd  der  mann  stirbt  als  jm  der  herre
nit  leihen  wolt,  vnd  lat  der  tot  man  erben  hinder  jm,  die  erbent
das  lehen  mit  recht,  vnd  schatt  in  die  jrrung  nichtz  das  der
herre  irem  vatter  oder  sunst  irem  friünd  nit  leihen  wolt.
Vnd  ist  das  ainem  sein  lehenherre  sein  gut  nymmbt  mit
recht  oder  mit  gewalt,  vnd  hat  der  selb  herre  das  güt  von
dem  küng  oder  von  ainem  andern 1  herren  ze  lehen,  an  den
sol  der  man  komen  vnd  seine  lehen  vordem,  der  sol  im  denn
ze  recht  leihen,  doch  müsz  der  man  den  gewalt  erziügen  vf
ienen  herren  das  er  jm  nit  leihen  wolt.  das  müsz  er  erzitigen
selbdritt.  vnd  leicht  jm  der  herre  selb  auch  nit,  so  hat  er  sein
gut  doch  mit  recht.
Vnd  ist  das  güt  des  herren  aigen,  so  fare  zu  dem  küng,
vnd  vordre  seinen  lehenherrn  für  den  küng  ze  drey  malen  zu
dem  rechten,  vnd  komt  der  herre  also  nit  für  den  kunig  zu
dem  rechten,  so  hat  der  man  sein  lehen  behebt  mit  recht,  des
sol  er  brief  vnd  jnsigel  von  dem  küng  nemen  das  er  das  also
eruordert  hab.
Vnd  ist  der  küng  nit  in  tewtschen  lannden,  so  var  finden ­
  lantrichter  da  das  gut  ynne  gelegen  ist,  vnd  var  damit  als
hieuor  von  dem  küng  stat.
16.  Weiher  ain  ding  erziügen  müsz  selbsibent.
Wann  man  vmb  lehen  rechtet  vor  ainem  herren,  vnd
wirt  im  ertailt  das  er  ain  ding  erziügen  müsz  selb  sibent,  da
sol  der  herre  seiner  mann  zwaintzig  vmb  fragen.
Vnd  hat  er  der  nit  als  vil  da,  so  scheube  das  recht  auf
ain  anderen  tag,  vnd  pring  seiner  man  zwaintzig,  so  gat  das
recht  wol  für  sich.

1  In  II  fehlt  andern.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.