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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

Berichte  über  Handschriften  des  sog.  Schwabenspiegels.

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gegenüber  den  sonst  bekannten  Gestalten  unseres
Rechtsbuches  auf,  und  zwar  zum  Theil  in  einem  Grade,
dass  blos  eine  Anführung  von  mehr  oder  minder  abweichenden
Stellen  kein  genügendes  Bild  hievon  gewährt.  Dieser  Umstand
in  Verbindung  mit  andern  Gründen  rechtfertigt  es  denn  wohl,
wenn  ich  nunmehr  eine  Zusammenstellung  der  Hauptabweichungen ­
  folgen  lasse.
Insofern  hiebei  vielfach  grobe  Störungen  des  Sinnes
begegnen,  wie  beispielsweise  gleich  im  Artikel  33,  sei  hier  nur
noch  ausdrücklich  bemerkt,  dass  ich  in  der  Beziehung  mich
dafür  entschieden  habe,  den  Text  der  Handschriften,  so  viel
es  immer  möglich,  unverändert  vor  die  Augen  treten  zu  lassen,
und  so  zu  sagen  keine  Verbesserungen,  als  nur  die  Beseitigung
der  allerhandgreiflichsten  Fehler  vorzunehmen,  indem  sich  die
betreffenden  Veränderungen  für  jenen  Theil  der  Forscher,
welche  sich  für  den  in  Frage  stehenden  Text  selbst  interessiren,
  aus  den  bereits  vorhandenen  Ausgaben  unseres  Rechtsbuches ­
  ohne  Schwierigkeit  ergeben.
Aus  dem  Vorworte  =  Vorwort  L  d—g.
Seit  nun  got  daz  forcht  das  der  frid  nit  gehalten  wurd
den  er  gepotten  hat,  da  liesz  er  zway  schwert  vnd  gericlit
hinder  im  do  er  ze  hymel  für  der  cristenhait  ze  schirem.  die
empfalh  got  sant  Petter  bede,  ain  gaistlichs  gericlit,  das  ander
weltlich  gericlit.  daz  weltlich  gericht  leicht  der  paubst  dem
kayser.  das  gaistlich  schwert  vnd  gericht  ist  dem  paubst  gesetzt ­
  vnd  empfolhcn.  der  kayser  ist  schuldig,  vnd  ist  im  gesetzt,
wann  der  paubst  richten  will  vnd  auf  das  pferd  sitzen  will,
das  er  im  den  stegrayff  heb.  daz  bedeut:  waz  dem  paubst  wider
stat  daz  er  mit  gaistlichem  gericht  nit  über  komen  mag,  daz
sol  der  kayser  vnd  ander  weltlich  fürsten  vnd  richter  bezwingen ­
  mit  der  äclit.
Wann  ain  man  jn  dem  bann  ist  vj  wochen  vnd  ain  tag,
so  sol  in  der  weltlich  richter  in  ain  acht  tun.  vnd  wer  auch
in  der  ächt  ist  vj  wochen  vnd  j  tag,  den  sol  man  auch  in  den
ban  tun.  das  recht  satzt  Siluester  der  paubst,  Constantinus  sant
Elena  [sun]  die  das  hailig  creutz  fand,  die  satzten  das  recht
vnd  ander  recht  ain  michel  tail  an  dem  buch.
            
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