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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

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Kockinger.

L
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I.  II
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10'
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L
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I.  II
19 4
20 r ’

1  Die  Fassung  dieses  Artikels  gegen  den  Schluss  lautet:  vnd  ist  daz  daz  weib
ain  andern  e  man  nympt,  vnd  geben  jr  irre  frainde  gut  das  siu  vor  nit
gehäpt,  oder  ob  siu  ainen  man  n  8m  der  gut,  oder  wie  siu  dar  nach  güt
vber  körne,  si  noch  der  man  gelten  nit  des  ersten  inanes  schuld,  si
wöllent,  den  das  geren  durch  gottez  willen  tün.
-  Der  Schluss  dieses  Artikels  ist  folgenderinassen  gefasst:  die  nächsten
erben  süllent  in  erben,  vnd  der  seilding  dut  (II  selding  tun),  vnd  den
leuten  gelten,  das  ist  darumb  daz  er  den  hruder  geerhet  haut,  ist  aber
briider  noch  Schwester,  so  niemant  es  darnach  die  nächsten  erben  nach
der  sipp  alz  daz  pdch  vor  sait.
3  Hier  entsprechen  sich  die  drei  ersten  Enterbungsgrunde.  Dann  ist  4  =  L  5,
5  =  L6,  6  in  der  Fassung:  das  sechst  ist  das  ain  sun  (I  sun  auff)
seinen  vater  clagt.,  er  hab  ding  getan  die  sein  vater  an  seinem  leib  vnd
eren  riigent  (I  an  seim  leib  oder  an  ere  rüttend),  vnd  er  in  dez  nit
überzeugen  mag  ~  L  7,  7  ■=  L  4.  Hierauf  entsprechen  sie  sich  wieder
regelmässig.  Der  Schluss  nach  dem  vierzehnten  Falle  von  L  ist  hier
sogleich  nach  dem  dritten  in  folgender  Fassung  'eingereiht:  mit  disen
dingen  verwiirckt  sich  auch  ain  vater  gegen  seinem  sun  das  er  pej
seinem  lebenden  leib  von  seinem  gut  scheiden  musz:  vnd  stat  der  sun
an  seinez  vaters  stat.  doch  sol  der  sun  dem  vater  die  notturft  geben
nach  den  eren  als  er  gelebt  hat.
4  Diesen  Artikel  theile  ich  unten  in  IV  ganz  mit.
5  Ich  bemerke  aus  diesem  Artikel  hier  nur  Folgendes:  will  er  im
das  sicher  machen,  so  sol  er  im  brief  darumb  geben  mit  seinem
jnsigel,  vnd  darzu  ainez  biscliofs  jnsigel  oder  ainez  layen  fprsten
oder  ainez  closters  oder  ainr  stat  oder  ains  lantgerichtz  (I  lantrieht)
jnsigel,  oder  vor  ainem  gericht.  will  er  aber  im  das  sicher  machen,  so
setz  im  ain  zins  darauf,  so  mag  er  mit  recht  das  gilt  nit  verlieren,  oder
kauff  (I  köff)  leibting  vmb  in,  vnd  geh  im  kuntscliaft  als  vor  geschriben
stat.  jst  aber  das  er  im  snnst,  machet,  vnd  nit  leibgeding  vmb  in  kaffet,
vnd  ist  das  ain  man  eheftig  not  an  gät  der  disz  geschaffen  hat  getan,
der  mag  sein  gut  angreyffen,  vnd  sol  im  eheftig  not  mit  wenden,  vnd
will  yemand  daz  ira  weren,  so  sol  er  clagen  seinem  herren  oder  richter.
der  sol  im  helffen  beheben  u.  s.  w.
            
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