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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

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Höfler.

lungen  zuzuschreiben,  deren  Basis  am  meisten  von  dem  königlichen ­
  Secretär  Pace  bekämpft  worden  war,  welchen  für  Berge
von  Gold  auf  seine  Seite  zu  ziehen  König  Franz  für  erspriesslich
  erachtet  hatte.  1
Die  Bodenlosigkeit  dieses  Treibens  zu  erhöhen,  kam  dazu,
dass  König  Franz  fortwährend  am  Ausschluss  des  österreichischen ­
  Hauses  vom  deutschen  Throne  arbeitete. 2  Seinerseits  war
Maximilian  entschlossen,  die  Reichsrebellen  zu  züchtigen.  Ersetzte ­
  sich  in  Verbindung  mit  den  Königen  von  Dänemark,
Polen,  Böhmen,  Ungarn,  welche  ihm  50,000  Pferde  versprachen;  3
er  bot  die  Reichsstädte  auf.  Es  galt  Franz  von  Sickingen  so
gut  wie  dem  Herzoge  von  Würtemberg,  welcher  jetzt  vergeblich
den  König  von  Frankreich  um  Hilfe  anrief.  Nach  den  Berichten ­
  des  Cardinais  von  Sitten  kam  es  in  Mainz  zu  einem  sehr
ärgerlichen  Auftritte  zwischen  Maximilian  und  den  französisch
gesinnten  Churfürsten,  welchen  er  in  heftigem  Zorne  drohte,
er  werde  ihnen  zum  Trotze  einen  anderen  Kaiser  aufstellen
und  selbst  abdanken.  1  Man  wusste  Ende  September  in  Frankreich, ­
  dass  Maximilian  mit  den  Churfürsten  in  Unterhandlung
stand,  um  ihre  Stimmen  für  Einen  seiner  Enkel  zu  gewinnen,
während  er  selbst  abdanken  wollte.  5  Ja  Pace  selbst  berichtet
um  diese  Zeit,  Maximilian  verspreche  dem  Könige  Heinrich,
der  übrigens  seinen  Vergnügungen  fast  ausschliesslich  nachging,
die  Kaiserkrone  wie  früher  und  wolle  deshalb  selbst  nach
Flandern  zurückgehen.  Wirklich  zog  sich  auch  die  Sache  bis
in  das  Jahr  1518.  Da  machte  ihr  Heinrich  VIII.  selbst  ein
Ende.  Er  liess  Maximilian  wissen,  er  habe  in  Erfahrung  gebracht, ­
  der  König  von  Castilien  wünsche  die  Kaiserkrone, ­
  da  verzichte  er  selbst  auf  jede  Unterhandlung  und
werde  ihn,  so  gut  er  könne,  unterstützen.  Wollten  aber  die
Churfürsten  Don  Ferdinando  dem  Könige  von  Castilien  vor-1

  Er  habe  ihn  veranlasst,  2,000,000  in  Gold  auszugeben.  n.  3241.
2  Schreiben  des  Cardinals  von  Sion  an  Wingfield  vom  24.  Juni  1517.
3 '  Schreiben  des  polnischen  Kanzlers  an  Wolsey  vom  10.  Juli  1517.
n.  3456.
4  Leider  ist  auch  dieser  Brief  (vom  20.  Juli  1517)  entsetzlich  verstümmelt. ­

5  News  from  France,  28.  Sept.  n.  3702.
6  a  3724.
            
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