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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

Zur  Geschichte  und  Chronologie  von  Khwärizm.

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Bei  seinem  Tode  hinterliess  er  drei  Söhne:
1)  ’Abü-Shujä'  Arslän-Khän  mit  dem  Beinamen  Sharafaldaula,
  in  dessen  Namen  das  Kanzelgebet  auf  den  Kanzeln
von  Käshghar,  Khutan  und  Baläsäghün  verrichtet  wurde.  Er
trank  niemals  Wein,  war  ein  frommer  Mann,  ein  Freund  der
Männer  der  Wissenschaft  und  der  Religion.  Daher  zogen
diese  aus  allen  Ländern  zu  ihm,  und  er  beschenkte  sie  und
erwies  ihnen  Wohlthaten.
2)  Bughräkhän  ben  Kadr-Khän,  Fürst  von  Taräz  und
Aspijäb.  Sein  Bruder  Arslan  zog  gegen  ihn  heran  und  occupirte
  sein  Reich.  Es  kam  zu  einer  Schlacht,  in  der  Arslän-Khän
  geschlagen  und  gefangen  genommen  wurde.  Bughräkhän
liess  ihn  einkerkern  und  bemächtigte  sich  seines  Reiches.
3)  (Der  dritte  Sohn  Kadr-Khans  wird  nicht  genannt).
Bughräkhän  vermachte  sein  Reich  seinem  ältesten  Sohne
Husain  Jaghritegin  und  designirte  ihn  zum  Thronfolger.  Bughräkhän ­
  hatte  aber  eine  andere  Frau  und  mit  ihr  einen  jüngeren
Sohn.  Aus  Zorn  über  die  Ernennung  des  Husain  machte  sie
sich  an  Bugkräkhän  und  vergiftete  ihn  sammt  mehrereren
Mitgliedern  seiner  Familie;  seinen  Bruder  Arslän-Khän  ben
Kadr-Khän  liess  sie  erdrosseln.  Dies  geschah  A.  H.  439.
Die  bedeutendsten  Männer  seiner  Umgebung  liess  sie  tödten
und  setzte  ihren  Sohn  mit  Namen  Tbrähim  auf  den  Thron.
Sie  liess  ihn  mit  einem  Heere  gegen  die  Stadt  Barsukhän,
deren  Fürst  Yanältegin  hiess,  ziehen.  Jedoch  Yanältegin  besiegte ­
  und  tödtete  ihn,  und  sein  Heer  floh  zu  seiner  Mutter
zurück.  Während  der  Zwistigkeiten  unter  den  Söhnen  des
Bughräkhän  zog  nun  Tufghäj-Khän,  der  Fürst  von  Samarkand,
gegen  sie  heran.
II.  Ueber  die  Regierung  des  Tufghäj-Khan  und  seiner
Nachkommen.
Tufghäj-Khän  Abü-almuzafiar  Tbrähim  ben  Nasr  Rek
führte  den  Titel  Tmäd-aldaula;  seine  Herrschaft  bestand  aus
Samarkand  und  Farghäna.  Sein  Vater,  ein  frommer,  gottesfürclitiger
  Mann,  hatte  Samarkand  zuerst  erobert.  Nach  seinem
Tode  erbte  es  sein  Sohn  Tufghäj  und  herrschte  nach  ihm.
Tufghäj  war  ein  religiöser  Mann,  der  sich  niemals  fremdes
Eigenthum  aneignete  ohne  vorher  die  Rechtsgelehrten  zu  befragen.
            
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