Zur Geschichte und Chronologie von Khwärizm.
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Bei seinem Tode hinterliess er drei Söhne:
1) ’Abü-Shujä' Arslän-Khän mit dem Beinamen Sharafaldaula,
in dessen Namen das Kanzelgebet auf den Kanzeln
von Käshghar, Khutan und Baläsäghün verrichtet wurde. Er
trank niemals Wein, war ein frommer Mann, ein Freund der
Männer der Wissenschaft und der Religion. Daher zogen
diese aus allen Ländern zu ihm, und er beschenkte sie und
erwies ihnen Wohlthaten.
2) Bughräkhän ben Kadr-Khän, Fürst von Taräz und
Aspijäb. Sein Bruder Arslan zog gegen ihn heran und occupirte
sein Reich. Es kam zu einer Schlacht, in der Arslän-Khän
geschlagen und gefangen genommen wurde. Bughräkhän
liess ihn einkerkern und bemächtigte sich seines Reiches.
3) (Der dritte Sohn Kadr-Khans wird nicht genannt).
Bughräkhän vermachte sein Reich seinem ältesten Sohne
Husain Jaghritegin und designirte ihn zum Thronfolger. Bughräkhän
hatte aber eine andere Frau und mit ihr einen jüngeren
Sohn. Aus Zorn über die Ernennung des Husain machte sie
sich an Bugkräkhän und vergiftete ihn sammt mehrereren
Mitgliedern seiner Familie; seinen Bruder Arslän-Khän ben
Kadr-Khän liess sie erdrosseln. Dies geschah A. H. 439.
Die bedeutendsten Männer seiner Umgebung liess sie tödten
und setzte ihren Sohn mit Namen Tbrähim auf den Thron.
Sie liess ihn mit einem Heere gegen die Stadt Barsukhän,
deren Fürst Yanältegin hiess, ziehen. Jedoch Yanältegin besiegte
und tödtete ihn, und sein Heer floh zu seiner Mutter
zurück. Während der Zwistigkeiten unter den Söhnen des
Bughräkhän zog nun Tufghäj-Khän, der Fürst von Samarkand,
gegen sie heran.
II. Ueber die Regierung des Tufghäj-Khan und seiner
Nachkommen.
Tufghäj-Khän Abü-almuzafiar Tbrähim ben Nasr Rek
führte den Titel Tmäd-aldaula; seine Herrschaft bestand aus
Samarkand und Farghäna. Sein Vater, ein frommer, gottesfürclitiger
Mann, hatte Samarkand zuerst erobert. Nach seinem
Tode erbte es sein Sohn Tufghäj und herrschte nach ihm.
Tufghäj war ein religiöser Mann, der sich niemals fremdes
Eigenthum aneignete ohne vorher die Rechtsgelehrten zu befragen.