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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

Zur  Geschichte  und  Chronologie  von  Khwärizm.

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.A.  nhan  g.
lieber  die  türkischen  Fürsten  von  Transoxanien
und  Turkistan.
Zu  den  am  wenig-steil  bekannten  Partien  im  historischen
Leben  Asiens  gehört  die  Geschichte  einer  Anzahl  türkischer
Fürstengeschlechter,  welche  einst  die  vom  Tarim  Kul  gespeisten, ­
  vom  Thian  Shan,  Bolor,  Küenlün  und  der  Wüste  Gobi
begränzten  Länder  sowie  Transoxanien  (Bukhärä,  Sugdh  und
Farghäna)  beherrschten.  Gleichzeitig  mit  den  Seldschuken
stehen  sie  in  der  Mitte  zwischen  den  Samaniden  und  den  Mongolen ­
  unter  Cingizkhan;  die  Blüthe  ihrer  Macht  fällt  in  das
Ende  des  4.  und  in  das  5.  Jahrhundert  der  Flucht.
Was  an  zerstreuten  Notizen  über  die  Geschichte  der  türkischen ­
  Khans  existirt  (Deguignes,  Histoire  des  Huns  I,  204,
233;  Hammer,  Geschichte  des  osmanischen  Reichs  I,  35;  Vullers,
Geschichte  der  Seldschuken  S.  8  Amn.  12;  Klaproth,  Asia
Polyglotta  S.  217;  Vambery,  Ivudatku  Bilik,  Einleitung),  ist
herausfordernd  dürftig  und  der  neueste  Geschichtsschreiber
Transoxaniens  hat  diese  ganze  Partie  seiner  Arbeit  einfach
ignorirt.
Diese  Khans  hatten  vielfache  Berührungen  mit  den  Ghaznawiden,
  einige  mit  den  Kkwarizmshähs,  wie  wir  im  Verlaufe
dieser  Beiträge  gesehen  haben.  Es  ist  nicht  unsere  Absicht
in  diesem  Anhänge  zu  erschöpfen,  was  arabische  und  persische
Chroniken  an  Material  über  diese  Fürsten  enthalten;  wohl  aber
erscheint  es  uns  nicht  unzeitgemäss  an  der  Hand  Ibn-Alatliirs
ein  chronologisch-genealogisches  Gerippe  ihrer  Geschichte  mitzutheilen,
  indem  wir  uns  Vorbehalten,  sie  späterhin  eingehend
zu  untersuchen.  Unsere  Quelle  bilden  die  drei  Kapitel  bei
Ibn-Al’athir  IX,  210—213,  welche  wir  in  Uebersetzung  zunächst ­
  folgen  lassen.
I.  Ueber  die  Regierung  des  Arslän  Khan,  Tughän-Khäns
  Bruder.
,Nach  dem  Tode  des  Tughän-Khän  herrschte  sein  Bruder
’Abü-almuzaffar  Arslän-Khän  mit  dem  Titel  Sharaf-aldaula.
Gegen  ihn  erhob  sich  Kadr-Kliän  Yüsuf,  der  Sohn  des  Bugh-
            
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