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Sachau.
Nachdem der von Harun geplante Feldzug mit ihm selbst
zu Grabe getragen war, sahen sich die Seldschuken in ihren
Erwartungen getäuscht und da sie sich in Khwärizm nicht
sicher vor Shähmalik fühlten und nach Bukhärä wegen der
Feindschaft mit den Söhnen 'Alitegins nicht zurückkehren
konnten, zogen sie südwärts über den Oxus, plünderten
Amüi und Hessen sich in der Gegend von Merw und Nasa
nieder.
Ismä'il war nun der Sorge nicht allein wegen Mas'üds,
sondern auch wegen der Seldschuken überhoben. Jedoch 'Abdalsamad
ruhte nicht gegen die Mörder seines Sohnes neue
Feinde in das Feld zu führen. Als 427 Subäshi, General und
Kämmerer des Mas'üd von den Seldschuken geschlagen war,
beschloss Mas'üd auf den Rath seines Veziers den oben erwähnten
Fürsten von Jand, Shähmalik als Bundesgenossen zu
werben, ihn mit Khwärizm zu belehnen und so zum Kriege
sowohl gegen Ismä'il wie gegen die Seldschuken zu veranlassen.
Hasan Tabäni wurde mit Briefen und Geschenken zu Shähmalik
geschickt und diesem 430 als Fürsten von Khwärizm
die Investitur verliehen. Das Bündniss mit Mas'üd war für ihn
in jeder Weise vortheilhaft; er hatte die Aussicht sich unter
einem legitimen Rechtstitel des geschwächten Kliwärizms zu
bemächtigen und von dort mit vermehrten Streitkräften die
Seldschuken aufzusuchen, um von neuem sein Rachegelüst an
ihnen zu befriedigen. Diese Absichten sprach er auch unverholen
in der Kriegserklärung, die er bald darauf dem Ismä'il
zuschickte, aus.
Mittlerweile hatte Ismä'il seinen Vezir, ’Abü-Nasr, der
auch schon der Vezir Härüns gewesen war, weil er im Verdachte
der Zuneigung zu Sultan Mas'üd stand, abgesetzt (428
Anfang Muharram) und ’Abü-alkäsim Iskäfi zu seinem Nachfolger
ernannt.
In der Wüste Asib kam es 432 am Freitag den 6. Jumädä
II. zwischen Shähmalik und den Khwärizmiern unter
Ismä'il und Shukr zu einer dreitägigen Schlacht, die nach der
Aussage des in Shähmaliks Heer anwesenden Hasan Tabäni
äusserst blutig gewesen sein soll. Am dritten Tage wankten
die Khwärizmier und bald entstand eine allgemeine Flucht;
alles floh in die Stadt. Shähmalik blieb 15 Tage auf dem