Zur Geschichte und Chronologie von Khwärizm.
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geblieben zu sein; in ihrem Namen wurde das Land regiert,
der Norden mit der Hauptstadt Gurgänj von einem hierfür
speciell ernannten Gouverneur, der Süden mit der Hauptstadt
Käth von den Sprösslingen des alten Chosroen-Geschlechts.
An einzelnen Thatsachen aus dieser Periode ist nur wenig
überliefert; wir erwähnen das Folgende: der Samanide Nasr
ben ’Ahmad (A. H. 301—331) schickte den rebellischen Gouverneur
von Bukhärä, Muhammad ben Junaid', nachdem er
ihn besiegt und gefangen genommen (306), in die Verbannung
nach Khwärizm. Viel später (377) verbannte Null ben Mansür
seinen Vezir 'Abdallah ben 'Aziz dorthin, berief ihn aber 383,
als Bughräkhän sich Transoxaniens bemächtigt hatte, zurück
(Reynolds, Kitab-i-Yamini 111. 124).
Zu Anfang des Jahres 309 kämpfte der Khwarizmshäh
(sein Name wird nicht erwähnt) im Heere seines Lehnsherrn
Nasr gegen Lailä ben Nu'män, den General des Aliden Hasan
ben Käsim, der JDailam und Tabaristän beherrschte und von
dort aus Khuräsän den Samaniden zu entreissen suchte (Histoire
des Samanides 135). Es fehlte aber auch nicht an Empörungsversuchen
in dieser Periode. 'Abdallah ben Ashkäm rebellirte
in Khwärizm gegen Nüh ben Nasr A. H. 332; er wurde in
die Flucht geschlagen und begab sich an den Hof des Türkenkönigs;
von diesem an Nüh ausgeliefert, wurde er amnestirt
(Ibn Al’athir VIII, 310; Hist, des Samanides 249).
Dass die Khwärizmier, sowohl der Statthalter von Gurgänj
als auch der Khwarizmshäh, ihrem Lehnsherrn, Nüh ben Mansür,
als er 383 vor Bughräkhän (Shihäb-aldaula Härün ben Sulaimän
Ilek) über den Oxus floh und bei Amubalshatt seine
flüchtigen Scliaaren sammelte, treue Vasallendienste leisteten,
und dass er nach seiner Rehabilitation sie zum Lohn dafür,
den ersteren mit Nasa, den letzteren mit Abiward belehnte,
ist schon im ersten Theil dieser Beiträge bemerkt.
In den beiden letzten Decennien des 4. Jahrhunderts der
Flucht traten die Samaniden vom Schauplatz der Geschichte
ab. Die äussere Veranlassung ihres Sturzes gab ein türkisches
1 Für . VI:bei Mirehond (Histoire des Samanides 134) ist bei Ibn
Al’athir VIII, 66 (\ ■ — (?) überliefert.