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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

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Goldbacher.

nachzusuchen  oder  abzuschreiben  wäre  eine  langwierige  und
sicherlich  fruchtlose  Arbeit  gewesen  und  stand  daher  durchaus
nicht  für  die  Zeit,  die  es  gekostet  hätte.
Regin.  140  saec.  IX—X.  hat  nur  den  243.  Brief.
In  den  übrigen  Bibliotheken  Roms  war  für  die  Briefe
des  Augustinus  fast  gar  nichts  zu  finden,  was  der  Erwähnung
wertli  wäre.  Gut  ist  nur  in  der  Bibliotheca  Casanatensis  der
Cod.  B  IV  18  saec.  IX.;  er  enthält  jedoch  nur  zwei  Drittel
vom  164.  Briefe,  denn  der  Anfang  bis  Nr.  9  fehlt.  Geschrieben
ist  er  zwar  nicht  schön,  aber  deutlich;  leider  sind  die  unteren
Ecken  bis  ein  Stück  in  den  Text  hinein  vermodert.
Sehr  corrumpirt  ist  dagegen  der  175.  Brief  im  Cod.  XIV
52  saec.  IX—X.  der  Barberinisehen  Bibliothek,  so  wie  ebenderselbe ­
  Brief  im  Cod.  A  5  saec.  X.  der  Vallicelliana,  den
dort  Hr.  Prof.  Schenkl  für  mich  verglichen  hat.
Endlich  ist  noch  in  dem  Handschriften-Verzeichnisse  der
Mauriner  bei  Migne  Bd.  II.  S.  59  erwähnt  ein:  ,Codex  vetus
R.  R.  P.  P.  Cisterciensium  S.  Crucis  in  Jerusalem  in  Urbe,
ex  quo  hic  primum  editur  XXIX.  ad  Alypium  epistolaJ  In
dem  Reifferscheid’schen  Kataloge  ist  über  diese  Handschrift
nichts  zu  finden.  Da  mir  jedoch  jene  Notiz  zu  wichtig  schien,
um  nicht  wenigstens  den  Versuch  zu  machen,  etwas  darüber
zu  erfahren,  suchte  ich  jenes  Kloster  auf,  fand  aber  unter  dem,
was  augenblicklich  vorhanden  war,  nichts.  Ob  überhaupt  noch
dieser  Codex  dort  existire,  liess  sich  bei  den  eigenthümlichen
Verhältnissen,  in  die  dieses  Kloster  durch  die  politische  Lage
der  Dinge  in  Italien  gekommen  ist,  durchaus  nicht  in  Erfahrung ­
  bringen.
In  Florenz  war  nach  dem  Reifferscheid’schen  Verzeichnisse
für  die  Briefe  des  Augustinus  nichts  zu  finden.  Nur  der  aus
der  Riccardiana  erwähnte  Cod.  256  enthält  die  54.  ep.  bis  zur
Hälfte;  aber  dieser  Theil  des  Codex  ist  erst  aus  dem  XII.
Jahrhundert  und  der  Text  werthlos.
Ausserdem  hielt  es  Referent  auch  für  seine  Pflicht,  den
Bandinischen  Katalog  genau  durchzusuchen  und  die  Handschriften, ­
  die  dort  dem  XI.  oder  einem  noch  früheren  Jahrhunderte ­
  zugeschrieben  werden,  einzusehen.  So  setzt  Bandiui
in  das  XI.  Jahrh.  den  Codex  der
            
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