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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

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Goldbacher.

stellt.  In  dem  137.  138.  98.  Briefe,  die  er  mit  dem  Palat.  211
gemeinsam  hat,  stimmt  er  vielfach  mit  diesem  Codex  überein.
Nachdem  diese  Arbeit  gethan  war,  ging  der  Berichterstatter
nach  Monte  Cassino.  Durch  die  besondere  Freundlichkeit  des
Hrn.  Rectors  im  Institute  dell’  anima  Dr.  Jaenig  empfohlen
wurde  er  dort  bestens  aufgenommen  und  hat  den  Vorständen
des  Archives  D.  Ludovico  Tosti  und  D.  Cesare  Quandel  die
freieste  Benützung  der  nöthigen  Handschriften  zu  danken.  Da
er  auch  für  Hrn.  Regierungsrath  Prof.  Dr.  Schenkl  die  erforderlichen ­
  Collationen  zu  machen  übernommen  hatte,  weil  eine
solche  Vertheilung  der  Arbeit  zweckmässiger  erschien,  so  hatte
er  dort  den  ganzen  Monat  Jänner  zu  thun,  trotzdem  er  ohne
jede  Beschränkung  der  Zeit  seiner  Arbeit  obliegen  konnte.
Zuerst  kam  an  die  Reihe:
Cassinensis  lb 19  saec.  XI.  ein  grosser,  schöner  Codex
von  372  Seiten  mit  93  Briefen,  die  an  Umfang  fast  die  Hälfte
des  ganzen  Briefwechsels  des  Augustinus  betragen.  Die  Handschrift ­
  ist  besonders  in  den  ersten  zwei  Dritteln  gut  und  wird
für  die  Textesconstituirung  jedesfalls  von  Bedeutung  sein.  Im
letzten  Drittel  ist  sie  sehr  ungleich,  in  einigen  Briefen  durch
eine  Masse  von  Fehlern  entstellt,  aber  trotzdem  immer  beachtenswerte ­
  Von  besonderer  Wichtigkeit  ist  dieselbe  aber  auch
darum,  weil  von  den  30  Briefen,  die  die  Mauriner  nur  in  einem,
offenbar  erst  jüngeren  vaticanischen  Codex  gefunden  haben
wollen,  15  in  diesem  Codex  stehen,  durch  deren  Benützung
der  Text,  wie  sich  schon  bei  der  Collation  herausstellte,  theilweise
  bedeutend  gewinnen  wird.  Endlich  steht  noch  S.  331  ein
Brief,  der  im  Index  als  cp.  aug.  gr<j  de  acceptis  muneribus
bezeichnet  ist;  er  scheint  noch  unbekannt  zu  sein,  sieht  aber
durchaus  nicht  einem  Briefe  des  Augustinus  ähnlich.  Dass  die
Mauriner  von  dieser  Handschrift  Kenntniss  hatten,  geht  aus
der  Bemerkung  zu  einem  Fragmente  am  Endo  des  X.  Bandes
(Mignell.  Bd.  S.  1175  unten)  hervor,  aber  eben  so  sicher  werden
wir  nach  dem  oben  Bemerkten  auch  schliessen  können,  dass  sie
dieselbe  nicht  nur  nicht  benützt,  sondern  auch  nicht  einmal  genauer ­
  angesehen  haben.  Correcturen  von  anderer  Hand  sind  nicht
eben  viele  und  die  sich  da  finden,  sind  nichts  als  leere  Versuche.
Cass.  162 17  saec.  XI.  enthält  auf  Fol.  121  unter  dem
Titel:  Incipit  beati  aurelii  augustini  episcopi  ad  quendani  co-
            
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