Die Aralseefrage.
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wohnen; die Tapuren, welche bald zu den Hyrkanern gezählt
werden, bald als selbstständiger Stamm hervortreten, waren die
nächsten Nachbarn nach Süden. Fassen wir dies zusammen,
so bleibt für die Derbikker der Raum zwischen dem Etrekflusse
und der Mündung des Oxus in die Balkaubucht oder
das Gebiet der heutigen Jamüd-Turkmanen. Wahrscheinlich
reichten sie aber weiter binnenwärts als diese, da der Margos
ihr Land und das der Baktrer durchfloss, die ihre nächsten
Nachbarn nach Westen waren. Nur durch Ktesias darf man
sich nicht beirren lassen, obgleich auch dieser mit seiner Oberflächlichkeit
hier nichts verdirbt, wenn man sich nur ins Gedächtnis
ruft, dass der Raum zwischen den Bergreihen von
Chorasän und dem Oxus noch im 15. Jahrhundert Klein-Indien
genannt wurde. So ist denn auch seine Angabe, dass die Derbikker
in der Nähe der Saken und Inder wohnen, noch immer
im Einklänge mit der genaueren Bestimmung, welche l aus den
übrigen Schriftstellern fliesst.
Jetzt sind aber auch die Sitze der Massageten bestimmt;
sie wohnten östlich von den Derbikkern nach Dionysios, am
caspischen Ostufer nach Pomponius Mela. 1 Gegen Ost aber
setzt sie Dionysios an, weil man den Oxus mehr nach Norden
gewendet dachte, wie auch die Worte des Pomponius Mela
zeigen. Wir haben dafür unbedenklich Norden zu setzen. Der
Oxus aber war der Fluss, der das Massagetenland bespülte,
denn die Derbikker dürfen nur für einen Tlieil der Massageten
gelten, wenn man beachtet, das Herodotos von einem Feldzuge
der Kyros gegen die Massageten, Ktesias von einem gegen die
Derbikker spricht, und Plinius den Oxus als Fluss bezeichnet, der
das Derbikkerland durchneidet. Auch Ptolemaeos setzt die Derbikker
am Oxus an und ihnen zunächst die Massageten. 2 Nun
setzt aber Dionysios die Massageten und Derbikker so, dass
die letzteren vom Süden her bis an den Araxes reichen, die
ersteren jenseits desselben wohnen. Wir werden also auch
hier wieder darauf geführt, dass der Araxes der Oxus ist,
1 s. 6 ed. Parthey.
2 6, 10, 2. Kai xa-syouaiv autf]? Ta (a'ev -po; TtJ
x *i Aspxcßioi, Ta 8'e uteo toutou; MaaaayExai, [xe0
“oxap-to Aspßixxai o\
ou; ITapvoi xai Aaai.
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