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Mündung mehr und mehr versandete, bis der Fluss nicht mehr
bis zum caspischen Meere Vordringen konnte, wann er endlich
in seiner ganzen den Südrand des Ust-jurt umrahmenden Linie
aufhörte zu fliessen, gestatten unsere unvollkommenen Quellen
im einzelnen nicht zu bestimmen.
4. Der Jaxartes kann in geschichtlicher Zeit niemals einen
Weg eingeschlagen haben, der von dem, welchen er jetzt einhält,
wesentlich abwich. Nur lässt sich bis auf weiteres vermuthen,
dass seine Mündung westlicher lag, dass er der Furche
des heute trockenen Dschan-derjä gefolgt ist. Beide Flüsse gehorchen
wie andere Meridianflüsse unter der beständigen Einwirkung
der Erdumdrehung der Neigung, ihren Lauf östlicher
zu legen.
5. Die Unregelmässigkeiten im Wasserstande des Aral,
die übrigens nicht so bedeutend sind, hängen wohl hauptsächlich
mit dem periodischen Wechsel der Niederschlagsmengen
im hohen Quellbezirke der beiden ihn füllenden Ströme zusammen.
Die Verdunstung, welche auf dem ganzen Gebiete
unter der Einwirkung des Nordostpassats eine besonders energische
ist, dürfte den Zufluss überwiegen. Doch schwerlich
bedeutend, da — wenn wir vom austrockn enden Laudänbusen
absehen — noch keine ansehnlichen Verminderungen in der
Wasserbedeckung beobachtet sind, Beobachtungen von wenigen
Jahren aber ausser Stande sind, unerschütterliche Grundlagen
für derartige Behauptungen abzugeben. Was Reisende bei
flüchtigem Verweilen auf Grund von Behauptungen der Eingebornen
oder im Vertrauen auf die Sicherheit ihres Blickes
aufgestellt haben, darf keinen Anspruch auf wissenschaftlichen
Werth machen.
Anhang.
Herodots Araxes, den ich nach Befreiung der ihm vom
armenischen Araxes übertragenen Züge als den Oxus bezeichne,
ist der äusserste von den grossen zum Norden gewendeten
Strömen Asiens, von denen dieser welterfahrene Schriftsteller
gehört hat. Dass ihm gerade von diesem noch Kunde zukam,