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Roe sler.
mein-, da sich der Fluss ein neues Bett gemacht hat, welches
seine Wasser in den caspischen See führt. Die Mündungsstelle
heisst sowohl Karlawn als Akritscheh. Von Charizm bis zu der
Stelle wo der Fluss in das caspische Meer fällt, ist der grösste
Theil des Landes Wüste.'
Richtig bemerkt Rawlinson, dass wenn auch der Oxus zum
caspischen Meer abgelenkt wäre, der Aralsee durch den Zufluss
des Jaxartes, wenngleich in verkleinertem Masse, fortbestehen
müsste, und er theilt uns die dritte Stelle der persischen Handschrift
mit, welche uns versichert: Der Fluss von Chodschend
(d. i. der Jaxartes) im unteren Theile seines Laufes und auf
dem Wege durch die Wüste von Charizm vereinigt sich mit
dem Dschihün und erreicht so endlich das caspische Meer.
Im Anschluss an diese Nachricht behauptet Rawlinson alles
Ernstes, dass der Jaxartes unterhalb Otrar nach links ablenkte
und sich mit dem Oxus an irgend einer Stelle zwischen Kungrat
und Chiwa vereinigte, von wo die beiden dann in einem
und demselben Bette zum Caspisee geflossen seien.
So viel mir bekannt ist, hat noch nie jemand Anderer
als der Verfasser der Beschreibung von Chorasän an der ganzen
Ostküste des caspischen Meeres einen Ort Karlawn oder Akritscheh
genannt oder gefunden. Den letzteren Namen finde ich
einmal bei Abd-er-razzäk 1 erwähnt und hiernach darf man ihn
irgendwo in Dehistän suchen. Was Karlawn betrifft, glaubt man
wohl, dass das Karlawn des chorasanischen Ungenannten und das
Kerlawa in der ,Weltschau' des Kjatib Tschelebi verschiedene
Namen sind? Kein mit der arabischen Schrift Vertrauter wird
anstehen, sie für identisch zu halten, weil er wohl weiss, dass
die einzige graphische Abweichung im Auslaute liegt und sich
leicht erklärt. Aber auch Hamdallah el-Kazwinis Girlade ist
dasselbe Wort in welchem nur das mit dem arabischen w in
Handschriften so viel verwechselte cl eingetreten ist.
Es ist schon oben gezeigt worden, dass die theilweise unklaren
Beschreibungen des unteren Oxuslaufes die Niederschläge
sind von übertreibenden Gerüchten über die Strom schnellen
in Chowarezm, von welchen die bei Pitnäk nicht einmal die
xWp r-1 und -v- V1 Notices et Extraits XIV, S. 167.
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