Die Aralseefrage.
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mittleren Kirgisenhorde im Norden begrenzt und dass sein
grosser Fluss, den man für den Sir erklären will, der Tschui
ist, der in den Saumal-kol sich ergiesst. Ruysbroeck ist also
viel zu weit im Norden und Osten des Aralsees geblieben, als
dass er über diesen Aufschluss gewinnen konnte, oder dass
man aus seinem Stillschweigen irgend einen Schluss auf das
Dasein des Sees zu ziehen das Recht hätte.
Sodann wird Werth gelegt auf das Stillschweigen Marco
Polo’s, der an keiner Stelle seines Werkes die leiseste Andeutung
über den Aralsee gewähre. Zunächst darf man von Marco
Polo genauere Aufschlüsse nur über die Reisen erwarten, an
denen er selbst Theil nahm, die frühere Ausfahrt seines Oheims
und Vaters hat er nur mit ganz wenigen Strichen skizzirt. Er
selbst aber ist bei seiner Anabasis viel südlicher geblieben,
indem er von Ormuz über Kermän und Baleh nach Badachschan
aufstieg und sodann an den Quellsee eines Flusses gelangte,
den er wie es scheint weit entfernt war, für denselben
Amu zu halten, von dem er in Baleh hätte Kunde einziehen
können, er nennt ihn nur den grossen Fluss von Badachschan
(Baudascia). Auf seiner Rückreise 1295 ist er wieder, bei Ormuz
ans Land steigend, über Tebriz nach Trapezunt heimgegangen.
Dann werden wir auf.Balducci Pegoletto verwiesen,
welcher ,genaue Details über die damals übliche Plandelsroute
gegeben und dabei den Handelsreisenden nach der Tartarei den
Rath ertheilt habe: sie könnten allenfalls den Umweg über Urgendsch
machen, sonst aber würden sie fünf bis zehn Tage ersparen,
wenn sie direct von Saraichik am Jaik nach Otrar am Jaxartes
gingen, also eine Linie einschlügen, die genau quer durch das
gegenwärtige Bett des Aral führen müsste/ Solche Weisung
erging aber um 1340.
Pegoletto’s Routier für die Karawanen ist vor allem keine
Reisebeschreibung, die es für nothwendig erachtet, auch auf
grössere Objecte, die links und rechts vom besuchten Wege
liegen, hinzuweisen. Es ist ein mageres dürftiges Notizblatt,
das uns Pegoletto bietet. 1 Man dürfte ebensowol aus einer
1 Um den Leser zu überzeugen, folgt hier die berührte Stelle; ich
citire, da mir Pagniui ohnehin nicht zugänglich ist, nach Yule Cathay
and the Way tliither (2, App. LXV), der auf die Handschrift selbst zurück-