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K o e s 1 e r.
oder es blieb ihm nichts übrig, als ostwärts an den Jaxartes
oder südwärts nach Persien zu ziehen, das er wegen des auf
ihn lauernden Königs weislich zu vermeiden suchte. Weder
der eine noch der andere Gedanke bietet also einen möglichen
Ausweg. Weder kann der Oech der Jaxartes noch der Oxus
sein, und Zemarchos Rückreise verlief im Korden des ganzen
Gebietes von Chorasmien und Turkistän. Man thut also gut,
den grossen See für den Balchasch, den Oech, der früher
überschritten wurde, als man an den ,See‘ gelangt ist, für den
Ili zu halten. Zemarchos ging von da durch ein bergiges Land
nach Westen und sein Fluss Ichi ist entweder der Irgiz oder
der Ischim. Ueber den weiteren Verlauf der Reise herrscht kein
ernstlicher Zweifel. Vom Jaik durch die Sümpfe des Manitsch
an den oberen Kuban, dann ausweichend vor den auflauernden
Persern und mitten durch das Gebirge an den Phasis und nach
Trapezunt reitend, erreichte Zemarchos die befreundeten Wasser
des Pontos. Georgios aber war indessen wahrscheinlich den östlich
vom Aral verlaufenden Handelsweg, die Strasse der serischen
Kaufleute, gezogen, hatte sich an das caspische Meer und dann
durch die Gebirge ins römische Gebiet geschlichen. Die genaueren
Umstände können nicht errathen werden.
Ein Vertreter der Zeitweiligkeit des Aralsees äussert sich
im Verlaufe der Beweisführung folgendermassen: ,Vermuthlich
fand erst dreissig bis vierzig Jahre nach 570, unter der Regierunn
des Khosru Parviz, die grosse Veränderung statt, welche
die Wasser des Oxus von dem Caspisee ablenkte und dem
Aral zuwandte. Um jene Zeit war der Kardar-See, gegenwärtig
der südwestliche Theil des Abughir-Sees, der bis dahin wahrscheinlich
durch den Oxusarm vor Urgendsch gespeist worden
war, völlig ausgetrocknet, und hatte eine in frühestem Alterthume
überfluthete Stadt (vielleicht das heutige Berrasin Gelmaz?)
blossgelegt, die so viele Schätze barg, dass nach persischer
Tradition zu ihrer Hebung zwölf Jahre beständiger Arbeit erforderlich
waren/ ,Dieser Sage erwähnt Jakut in seinem grossen
Wörterbuche beim Artikel Kardar. Die Ruinen des verzauberten
Schlosses von Berrasin-Gelmaz — werden von Abbot (Travels 1,
211) auf ein Eiland des Aralsee verlegt, auf Butakows Karte