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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

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Roesl  er.

z.  B.  wissen  will,  dass  Zemarchos  gerade  bei  Samarkand  lagerte,
dass  er  dann  bei  Urgendsch  über  den  Oxus  gesetzt,  dass  er  an
beiden  Orten  (welche  beide  sehr  schlecht  gelegen  heissen
müssen,  um  den  Aral  zu  besichtigen,  da  der  erstere  in  Luftlinie ­
  100  deutsche  Meilen  wüsten  Landes,  der  andere  sechs
Tagereisen  vom  See  entfernt  liegt)  den  See  als  einen  ausgedehnten ­
  Morast  erkannt  habe,  ist  mir  völlig  unfassbar.  Man
kann  sehr  wohl  in  Zweifel  bleiben,  an  welchem  grossen  See
Mittelasiens  Zemarchos  vorübergekommen,  wie  man  aber  aus
dem  bekannten  Ausdrucke  Xt'|jw],  der  so  oft  einen  See  bedeutet,
folgern  will,  dass  Zemarchos  einen  Morast  constatirt  habe,  wird
denn  doch  auch  nicht  Jedem  leicht  einzusehen.
Meine  Ansicht  über  den  Bericht  ist  denn  nun  in  Kürze
folgende.  Ich  stimme  mit  einigen  der  Vorgänger  darin  überein,
dass  der  Ektag  (auch  Ektel)  bei  Menander  am  wahrscheinlichsten
der  Altai  ist;  vielleicht  stand  auch  einmal  in  der  Handschrift
Eitag,  was  der  wahren  Form  näher  kommt.  Die  vielbesprochenen
Flüsse  Oecli  und  Hiclii  sind  nicht  mit  Sicherheit  festzustellen,
doch  ist  bei  dem  ersteren  gewiss  nicht  an  den  Jaxartes  und
noch  weniger,  wie  Yule  neuerdings  meint, 1  an  den  Oxus  zu
denken.  Der  See  aber  ist  auch  nicht  der  Aral,  wie  mit  Ausnahme ­
  Chanykows  Alle  gemeint  zu  haben  scheinen,  sondern
wahrscheinlich  der  Balchasch. 2  Die  Gründe  hiefür  sind  aber
diese:  Wenn  Zemarchos  vom  Altai  her  an  den  Aral  gekommen
wäre,  in  der  Absicht,  im  Osten  desselben  seinen  Weg  zu
nehmen,  so  musste  er  zuerst  über  den  Jaxartes  setzen, 3  dann

1  In  cler  Vorrede  zu  Woods  neuer  Ausgabe.  London  1873,  S.  XLII.
2  Pojasnitelnaja  zapiska  k  kartje  Araljskago  Morja  i  Chiwinskago  chanstwa.
Zapiski  imperat.  russkago  geograf.  obaäestwa  V,  302.
3  Da  es  unbedingt  notliwendig  ist,  die  Stelle  vor  sich  zu  haben,  setze  ich
sie  hieher.  Kai  oov  —  oi  Piojxatoi  8ia  toü  Xcyopivou  7roxap.oij  xai  axpatcov
  Siavuaavts?  ou8ap.io<;  oX{y7]V,  ey^vovxo  xaxa  orj  X7jv  X(u.V7jV  trjv  a-Xexov
ixsivrjv  xai  eupstav.  ’EvxauOa  6  Z^papyo?  -  £v8iaxcula<;  7)u.^pa?  xpst«;  oxsXXei
Tscapyiov,  o?  avstxo  £5  X7)V  iwv  £7UTO(j.a>T£pwv  auXXaßcov  aTrayysXtav,  TrpoorjXwaovxa
  iw  ßaaiXeT  xrjv  acpwv  auxcov  ex  Toupxiov  E7iavo8ov.  Kai  oöv  01  Teiopyio?
ajxa  Toipxot?  8sxa  ^po?  xoT?  8uo  cbnjpi'axo  X7)<  etu  xo  Bu£avxiov  o8ou,  avu8pou
xe  p.aXa  oüa7]<;  xai  Travxr)  £pijp.ou r  bp.10?  0’  oöv  £7cixop.üjx/pai;.  f O  8b  Zijfxap/os
xaxa  8vj  xo  ^ap.a(ko8ei;  x%  X{p.vrj?  xopoSsötov  £tci  ^ufpa?  8txa  xai  8uo,  8uaßaxoui;
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