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HÖfler. Karl'g I. Wahl zum römischen Könige.
Joachim von Brandenburg, dessen Haus fort und fort von der
kaiserlichen Gnade zehrte und fort und fort nur auf Vergrösserung
dachte, entgegen und wurden alle Hebel angesetzt, statt
des Nachkommens so vieler römischer Könige, statt des Enkels
Maximilians den französischen König zu erheben, von dem
sich jeder Unbefangene sagen musste und sagte, er sei der Zerstörer
jeder Freiheit, der sichere Schädiger Deutschlands, sittenund
gewissenlos, der Ruin seines Landes trotz aller seiner glänzenden
Aussenseite, treulos und lügenhaft. Aber was galten diese
Rücksichten dem Churfürsten Joachim? Mochte das Reich in die
Hände eines Tyrannen fallen, wenn nur die brandenburgische
Interessenpolitik dabei ihre Triumphe feierte. Wie hübsch hätte
es sich doch gemacht, wenn zum Churfürstenthum und den
fränkischen Fürstenthümern die Säcularisation von Preussen,
von Mainz, von Magdeburg, von Halberstadt, natürlicher Weise
auch Alles zum Nutzen und Frommen des Reiches und der
christlichen Religion gekommen wäre ! Dann konnte man ja
einen französischen Kaiser ertragen!
Hatten Franz von Sickingen, Wilhelm von Grainbach so
Unrecht, wenn sie mit dem deutschen Fürstenthum aufzuräumen
gedachten? War mit diesen Fürsten eine wirkliche Reformation
der Kirche möglich? So wenig als die Erhaltung des alten
Kaiserreiches.