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Hofier.
bischof von Mainz zuerst seine Stimme ab, sondern er befrag
die anderen und als diese sieb für K. Karl erklärt hatten, befragen
sie den Erzbischof Cardinal, welcher zuletzt votirte und indem
er sieb gleichfalls für den Erzherzog zu Oesterreich, Herzog
zu Burgund und König von Hispanien, Karl erklärte, war dieser
einstimmig gewählt worden. Sogleich wurde das Resultat der
königlichen Gesandtschaft, die in Höchst geblieben war,
zu wissen gemacht und fuhren nun diese auf ihren mit
Kanonen versehenen Schiffen, mit Abfeuerung der Geschütze,
Trompeten- und Paukenschall nach Frankfurt, der Cardinal von
Gurk, der Erzbischof von Salzburg, der Bischof Ehrhardt von
Lüttich, Herzog zu Bouillon aus dem Hause Arenberg, der
Bischof von Trient, Bernhard von Giess, Pfalzgraf Friedrich,
Markgraf Casimir römischer K. Majestät oberster Feldhauptmann,
Heinrich Graf von Nassau, Maximilian von Berga, Herr
zu Siebenbürgen in Brabant gelegen, Ciprion von Seventin,
R. Kais. Majestät Kanzler, Meister Hanns, kaiserl. Rath,
Gerhard von Rotzen, Nicolaus Armerstorffer, Kämmerer,
Niclas Ziegler Secretär, der ganze Generalstab des siegreichen
diplomatischen Heeres. In Frankfurt wurde 12 Tage
Rath gehalten, und ,als sie sich nun ihres Rathes entschlossen
hatten und es gegen den Abschied war, ward auff ein Abendt
zugerüst durch die Commission ein köstlich Panketen, ■—
darauf! wurden geladen alle Churfürsten. Darnach auff den
anderen Morgen brachen die Churfürsten mit sambt den Commissaren
und männiglich zu Frankfurt auff und fuhren zu
Wasser und zu Land mit grossem Schall und Freuden gegen
Mainz. Als sie aber zu Mainz kamen, verblieben sie bei zehn Tagen
um zu rathschlagen und zu tagen. Darnach brachen die Churfürsten
und männiglich wiederumb auff, und ritt nun jeder nach
seinem Heimwesen zu Haus*
Niemand wird froher gewesen sein, aus Frankfurt mit
heiler Haut gekommen zu sein, als der Churfürst von Brandenburg.
Die Frankfurter hatten Lust ihn für seine französische
Gesinnung in Stücke zu zerreissen.
Im Juli 1519, schrieb Louise von Savoyen,,Herzogin von
Angoulesme, von Anjou und von Valois*, Mutter K. Franz I.,
tief bekümmert in ihr Tagebuch, wurde Karl der Fünfte dieses
1 Officieller Bericht bei Goldast: Politische Reichshandel S. 60.