Karl’s T. Wahl znm römischen Könige.
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K. Franz festhielte. Bonnivet bot ihm Entschädigung für alle
Verluste, 200 Pferde, die, so lange er lebe, unterhalten werden
sollten und 200,000 fl., ja 300,000 an. Er schrieb gleichfalls
an K. Franz, welcher ihm am 26. Juni auftrug, Karl’s Wahl
um jeden Preis zu verhindern, dann den Churfürsten von
Brandenburg zu wählen und, wenn dieser nicht durchginge, den
Churfürsten von Sachsen, aber unter der Bedingung, dass er selbst
zum König der Römer ernannt werde, und wenn der Churfürst
von Sachsen, für welchen der Trierer sei, nicht darauf eingehen
würde, diesen ohne diese Bedingung zu wählen, damit
es nur K. Karl nicht werde. Dieser Brief von Melun datirt,
kam zwar zu spät an, allein der Admiral hatte auch ohne diese
Autorisation nach dem Sinne des königlichen Schreibens gehandelt.
Allein die Lage hatte sich verändert. Offenbar gelang
es dem Pfalzgrafen Friedrich, welcher genau unterrichtet war,
welches Feuer über den Rheingau und zwar von zwei Seiten
hereinbreche, von den Grafen wie von Sickingen und welche
Abneigung gegen K. Franz sich bemerklich mache, seinen
Bruder zu. überzeugen, dass der friedliche Besitz des Churfürstenthums
für ihn vortheilhafter sei, als.die Unterstützung des französischen
Königs auf Kosten seines Landes und vielleicht der
churfürstlichen Würde. Churfürst Ludwig Hess Bonnivet als
Antwort sagen, er möge auf seine eigene Sicherheit denken.
Nichts desto weniger operirte der Admiral fort. Erst wurde
nämlich der Churfürst von Brandenburg für das Kaiserthum
proponirt. Jetzt aber erinnerte sich der Erzbischof
Albrecht seines gegebenen Versprechens; er konnte denn doch
nur zwischen Franz und Karl wählen. Er erklärte sich nicht
für seinen Bruder. Friedrich Churfürst von Sachsen trug keine
Lust die Regierung eines Kaiserreichs auf sich zu nehmen, das
keinen Herrn duldete und Anarchie mit Freiheit verwechselte.
So nahte denn der verhängnissvolle Tag, welcher entscheiden
musste, ob K. Franz die Monarchie Karls d. G. wieder
hersteilen oder das Haus Habsburg, wie man anzunehmen
berechtigt war, die Weltherrschaft gewinnen sollte. Bereits
hatte der Papst seine Meinung in Betreff der Wahl Karl’s
geändert, die Opposition in Betreff Neapels hatte aufgehört,
die Furcht in Betreff der französischen Uebermacht zugenommen.
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