Karl’s T. Wahl zum römischen Könige.
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in Deutschland eine Contremine an und sprachen 1 sich sehr
unumwunden für K. Karl aus. 2 Die Täuschung; der Franzosen
wurde immer grösser, je näher der Wahltag heranrückte. Sie
pochten jetzt auch noch auf die englische Freundschaft, während
diese für beide Competenten gleich hinterlistig sich zeigte. 3 ) Dennoch
wurde bis zum letzten Augenblicke gearbeitet. Unter einem
Geleite von 400 deutschen Reitern brachten Bonnivet, d’Orval
und l’Advantureux 400,000 Thaler auf deutsches Gebiet, die
Churfürsten zu bestechen. Der Admiral begab sich, als die
Zeit der Wahl nahte, nach einem Schlosse in der Nähe von
Frankfurt, 4 wo er sich verborgen hielt, was ihn aber nicht
hinderte, mit den Churfürsten von Brandenburg und Sachsen
zu unterhandeln. In Trier wie in Cöln hatte die Bewerbung
um die Krone offen stattgefunden. Fleuranges, dem wir die
Nachrichten über die Reisen der Gesandten nach Trier, Cöln
und Frankfurt verdanken, erwähnt, dass es in der Möglichkeit
gelegen war, die Armee des schwäbischen Bundes für K. Franz
zu gewinnen und dieses verabsäumt worden war. Der Bund
habe die Wahl K. Karls entschieden. 5 Es habe sich um 14 Tage
gehandelt, innerhalb welcher l’Advantureux die Bundesarmee
hinüberzuziehen hoffte. Jetzt aber begab sich der Admiral so
rasch als möglich nach Coblenz, wo d’Orwal und l’Advantureux
geblieben waren, und von da mit Unterstützung des heimkehrenden
Churfürsten von Trier nach Lothringen.
Es gab vielleicht einen Moment, in welchem der französische
König durch Appell an die Gewalt seiner Sache eine
bessere Wendung geben konnte. Er selbst scheint Mitte April
dieser Meinung nicht fern gestanden zu sein. Sein Schreiben
vom 16. April an seine Gesandten beweist , dass er sich mit
diesem Gedanken beschäftigte. fi Er sei froh, meinte er, wenn
die Sache ohne Blutvergiessen ablaufen könne. Jetzt aber davon
abzustehen, sei eine Schande, auf welche hin ihm die
1 Le Glav II. p. 418.
- Das kostete übrigens K. Karl 27,000 Goldgulden jährlich an Besoldung.
Le Glay II. p. 433.
3 Mono 1. c.
* Büdesheim, wo er als Capitaine Jacob verweilte.
5 Qui feust cause de fairefaire l’election en faveur du dit Empereur. c. 43.
6 BeiTMignet p. 249.