Zeitpunkt der slaviachen Aneiedlnng an der unteren Donau.
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Die Zersplitterung dieser in tausende von gesellschaftlichen
Monaden, die aber keine prästabilirte Harmonie zusammenband
in einen kräftigen Organismus, die Kindlichkeit der gesellschaftlichen
Zustände, die überall bestehen blieben, so lange
nicht äussere Gewalten sie zerstörten oder sie abzulegen
zwangen, machte die Slaven ungeeignet, das Schwert gegen
das Ausland zu kehren, das ihnen voran geeilt war in politischer
Entwicklung. 1 Uebrigens haben auch später die Slaven
gern fremder Leitung den Anstoss zu erhöhter Thätigkeit verdankt;
ihr grösster Staat ruht auf den Traditionen einer Disciplin,
welche nicht im Schosse der Nation selbst emporkam.
Zwischen der südlichen karpatischen und der nördlichen
baltischen Landhöhe breitet sich durch die ganze Osthälfte des
alten Königreichs Polen eine sumpfige Niederung, das weitläufige
Gebiet des Prypet, der zum Dnieper, fliesst und seiner
mächtigen Nebenflüsse, des Styr, Horyn, Slucz und anderer.
Es setzt sich westwärts bei ähnlicher Beschaffenheit des Bodens
in geringerer Ausdehnung am Bug und Narew fort. Die ganze
weite Thalung von der Weichsel bis zum Dnieper ist auf
einem Räume, der der Hälfte des jetzigen Königreichs Preussen
gleichkommt, noch jetzt, nachdem die Cultur schon vielen
Boden urbar gemacht hat, mit dichtestem Wald bedeckt. Die
Frühjahrsüberschwemmungen schaffen daraus eine undurchdringliche
Wasserwüste, wie derengleichen in Europa sich
nicht wieder findet. Im Norden und Süden dieser die alten
Landschaften Masowien Podlachien und Podlesien ausfüllenden
unwegsamen Region, an den sanften Abhängen der hohem
Bodenschwellen muss die westliche Wanderung der Slaven erfolgt
sein. Doch sind die ersten Scharen derselben, welche
längs dieser ostwestlichen Eintiefungen der mittleren Weichsel
und des Centrums des spätem polnischen Staates vorbrachen,
kaum zu ruhigem und dauerndem Wohnen gelangt. Die Ausbreitung,
welche das gothische Volk nach Osten zu nehmen
aufing, trat den Slaven in den Weg und gestattete ihnen nicht,
1 Es fehlt nicht an alten Zeugnissen darüber, so bei Mauric. Strateg. S. 21‘2
ä-a/.TOi y.j.: «vapyoi toajiEp kb.Xaßot, 8. 275 avap/a ok xai [jiaäXl.rp.x ovia
S. 275 ouok Taftv -pivtiaxouaiv und bei Nestor erklären die Slaven selbst:
zemjla nasa velika i obilna, a narjada v nei njet.
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