Zeitpunkt der slavischen Ansiedlung an der unteren Donau.
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elemente auf die Finnen weiter, die tiefer standen. 1 So haben
sie die Zimmerung der aus Holzbohlen gefügten oder aus
Weide und Schilf geflochtenen Hütte von den Germanen gelernt.
2 Ihre Bewaffnung bestand in Schilden und Wurfspiessen,
wie die Germanen kämpften sie am liebsten zu Fusse, mit
nacktem Oberleihe. Als Jäger durch die dichten Forste ziehend,
hatten sie nur zerstreute Ansiedlungen. Des Ackerbaues war
bei ihnen damals noch wenig, 3 die Hauptfrucht Hirse. Die
Slaven waren in der Zeit noch kein an Herd und Scholle festhaltendes
Volk, wie Pogodin und Andere wollen, sie sind es
erst viel später geworden. Noch Prokopios im 6. Jahrhundert
hebt es ausdrücklich hervor, dass sie den Wohnort gern
wechselten und alle Zeugnisse weisen es aus, dass Sümpfe
und Wälder ihr Heim waren. Der Wanderzug, die Unstätheit,
welche die altangesessenste aller slavischen Bevölkerungen,
die russische, noch heute erfüllt, ist ein merkwürdiges Phänomen
für Beobachter, die aus dem westlichen Europa kommen. 4 In den
Wäldern sammelten sie den Honig der wilden Bienen, um ihn
theils roh, tlieils als gegorenes Getränke (medü) zu gemessen. 5 In
1 Tacit. German, e. 46.
- Man sehe die vorzüglichen Ausführungen von Victor Hehn, Culturpflanzen
und Hausthiere bei ihrem Uebergange von Asien nach Europa, Berlin
1870, S. 74. Noch 1787 gab es zu Norowla in Wolynien und vielleicht
noch an manchem andern Orte ein hölzernes Schloss. Möllers Reise
von Volhynien nach Cherson. Hamburg 1802. Zur Vergleichung ist aber
besonders die Stelle bei Herbordus, vita Ottonis Ep. Babenb. (M G. SS.
XII. 818) wichtig, wo noch von den Slaven des 12. Jahrhunderts gesagt
wird: Urbes ibi et castra sine muro et turribus ligno tantum ac fossatis
muniuntur; eeelesiae ac domus nobilium humiles et vili scemate.
3 Am eben angef. O. Studia hominum aut venatio aut piscatio est. vel peeorum
pastura. In his etenim omnes diviciae illorum consistunt: siquidem
agrornmseultus rarus ibi est. Vgl. darüber auch Helmold.
1 Procop. de 6. g. 2, S. 335 (Bonn) oixouoi ok ev xa).u[iai^ oixipat^ oiEax.rj-VTjü.cVrj:
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Ezaaroi ytopov. Jordanis S. 27 (Closs) paludes silvasque pro civitatibus
habent. Diesen Berichten stehen zur Seite Mauritius aus dem 7., Ibn
Dasta im 10. Jahrhundert. „In den dichten Wäldern wohnen sie“, bemerkt
der letztere. Eben so Johannes von Ephesus, übers, von Schönfeld
S. 255.
J Ueber die Bienenzucht der alten Slaven s. Ibn Dasta, herausgegeben von
Chwolson (russ.) S. 126.
Sitzangsber. d. pliil.-Uist. CI. LXXIII. Ud. I. Ilft.
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