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R o e s 1 e r.
das 4. Jahrhundert hinein von arischem Stamme: Skythen
Sauromaten Massageten Alanen, später türkische Horden.
Niemals in der langen Zeit von 9 Jahrhunderten, die wir
überblicken können, wagten sich slavische Bevölkerungen in
jene Gasse hinein, welche die gefürchteten Stämme der kühnen
Räuber und Staatenverheerer ohne Unterlass in Bewegung
hielten. Im Südwesten lehnten sich an die Sarmaten die Bastarnen.
Vor allen Germanenvölkern hatten sie zuerst sich nach
Südosten zu verbreiten angefangen und die Karpatenländer im
Norden wie im Süden des Gebirges eingenommen. Wenigstens
seit dem 2. Jahrhunderte wohnten sie auch auf dem Plateauraume
des östlichen Galiziens (Podolien und Wolynien) und
der Moldau, eben da, wo viele slavische Gelehrte einen Ursitz
der Slaven annehmen möchten. Im Westen endlich sassen
germanische Stämme, die Gothen an der unteren Weichsel
und im Gebiete zwischen dieser, der Pregel und dem Meere,
welches die Slaven nirgends berührten und auf dem sie nicht
gleich den Germanen vertraut wurden. 1
Es war ein Flächenraum von etwa achttausend Quadratmeilen,
den die Slaven in jenen alten Tagen von wenigstens
500 v. Chr. bis etwa 400 n. Ohr., wie es scheint ungestört, bewohnten,
ein wild- und fischreiches Land, wimmelnd von Bären,
Elen und Uren, ganz geeignet, einer Bevölkerung kräftiger
Jäger Unterhalt zu geben, aber zum grossen Theil auch ein
unerschöpflich fruchtbarer Ackerboden, wenn ihn ein getreidebauendes
Volk bewohnte.
Germanen und Sarmaten wirkten am meisten auf sie ein,
sie ihrerseits pflanzten die von beiden empfangenen Cultur-1
Zeuss 671. Weil W. Surowiecki (Sledzenie poczatku narodöw Slowiariskich.
Roczniki towarzystvva kr. Warszawskiego przyjaciöl nauk, XVII,
165—357. Warschau 1824-, eine ungebührlich vernachlässigte Arbeit) sich
die Lage der Aesten einerseits, der Bastarnen und Sarmaten anderseits
nicht klar gemacht hatte, ist sein Ansatz der Grenzen des alten Slavengebiets
weit zu gross ausgefallen. S. 198: Poczawszy od Wisly wdluz
krainy Est6w przez dzisieyszy Niemen, Zmudz, Tnflanty, Estonija az do
wschodnich koricöw Baltyku; stamtiid okol'o zrzödel Wolgi i Dniepru do
ujscia Prypeci; dalöj wdluz tej rzeki do jej zrzödel przez czesc Polesia
i Wolynia, przez wyiszy Dniestr az pod Tatry i Wisle, ktora odtad byla
sciana zachodnia dzielaca ich od narodöw Germanskick.