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Zimmer mann.
nicht vielmehr darauf ankäme, die leitende Idee der praktischen
Philosophie Herbart's als eine musikalische aufzudecken, denn
darauf, sie als solche fortzusetzen.
Keine Rücksicht auf Flüchtigkeit und (gegen die Einflussnahme
der Musik auf Philosophie gerichtete) Vorurtheile, sagt
Herbart (VII. S. 25), solle ihn hindern, über die Beziehung
der vorliegenden (psychologischen) Untersuchung (über die
Tonlehre) auf praktische Philosophie das Nöthige zu sagen.
Er habe gezeigt, dass die letztere Wissenschaft auf einer
Anzahl von genau bestimmten ästhetischen Urtheilen (den
obigen fünf oder acht beifälligen und missfälligen ästhetischen
Willensverhältnissen) ruhe. Das Gebäude der Musik stehe seit
Jahrhunderten auf den ästhetischen Bestimmungen der obigen
(fünf oder acht) Tonverhältnisse unerschüttert. Herbart ist so
durchdrungen von der Analogie, die zwischen der musikalischen
Ton- und der ethischen Ideenreihe herrscht, dass ihm, die
Sache mit dem treffenden Worte zu bezeichnen, der Ausdruck
entschlüpft: ,dic Musik sei das Gleichniss der praktischen
Philosophie!' (a. a. 0. 26).
Schwerlich wird er dabei nur an die immerhin nicht
gering zu achtende Aehnlichkeit der einzelnen Ton- mit den
einzelnen Willensverhältnissen gedacht haben. Die voranstehende
Erörterung wird hinreichend sichtbar gemacht haben,
dass wenn dieselben wirklich als ,Gleichnisse' für einander
gelten sollen, auch das übliche ,Hinken' denselben nicht völlig
erspart geblieben ist. Auch die ,Continuität' der Tonlinie bildet
einen schwachen Vergleichungspunkt, wenn sie, wie man aus
dem Tadel, ,dass es während der langen Herrschaft der Kant’-schen
Philosophie Niemandem eingefallen sei, dieselbe mit
Raum und Zeit zu vergleichen' (a. a. 0. S. 25), sieht, das
mathematische Continuum im Auge behält. Setzt man dagegen
an Stelle des letzteren das logische Continuum einer vollständigen
Reihe von Gegensätzen, deren einzelne Glieder sich
unter einander ausschliessen, so tritt die Aehnlichkeit der auf
diesem Wege a priori construirten geschlossenen Ton- und
ebensolchen Ideenreihe schlagend hervor.