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Z immermann.
die Beschaffenheit beider Reihen weder in der Zahl noch in
der Qualität der einzelnen Glieder stimmt. Demungeaclitet
findet Herbart ihre Vergleichung ,nützlich'; stellt er die musikalische
Harmonielehre, den Generalbass, als Vorbild einer
Aesthetik hin, wie wir noch keine haben (W. VIII. 20). Da
er dessenungeachtet ausdrücklich einen ,Unterschied“' zwischen
Musik und den ästhetischen Bestimmungen über räumliche
und zeitliche Verhältnisse statuirt (Psych. Unters. Erstes Heft
W. VIII. S. 222), so kann sich diese Mustergültigkeit auf
nichts Anderes als die Abgeschlossenheit der ursprünglichen
harmonischen und disharmonischen Tonintervalle beziehen, von
welcher ein Aehnliches nicht nur der Aesthetik anderer Künste,
sondern insbesondere auch der Aesthetik des Willens zu
wünschen wäre.
Nicht sogleich am Beginn von Herbart’s Ideenlehre tritt
dieser geschlossene Charakter derselben hervor. Es hat etwas
Befremdendes für den Leser, wenn nach den vorausgeschickten
Betrachtungen über die Natur des ästhetischen Geschmacks
das erste Buch der praktischen Philosophie, die Ideenlehre,
sofort mit der Idee der inneren Freiheit beginnt und die
übrigen folgen lässt, anscheinend wie aus den Monde gefallen.
Erst in dem siebenten Capitel, welches den Uebergang von
den ursprünglichen zu den abgeleiteten Ideen enthält, und
auch da nur beiläufig und in knappster Form wird ein Einblick
gewährt in das Gefüge der ,Grundlehren'; die Reihe der
ursprünglichen Ideen wird als ,geschlossen' bezeichnet (a. a. 0.
VIII. S. 74). Das erste Verhältniss, heisst es, fand sich zwischen
der Beurthoilung selbst und dem ihr entweder entsprechenden
oder nicht entsprechenden Wollen überhaupt; das zweite
zwischen den mehreren Strebungen, die schon in einem und
demselben wollenden Wesen einander der Grösse nach messen;
das dritte lag gleichsam auf der Grenze des Fortschritts zu
einer Mehrheit von Vernunftwesen, indem es zunächst nur
einen vorgestellten fremden Willen mit dem eigenen Willen
des Vorstellenden zusammenfasste; das vierte entstand im Zusammentreffen
mehrerer wirklicher Willen auf einen äussern
Gegenstand; das fünfte ergab sich aus der absichtlichen That,
wodurch ein Wille dem andern Wohl oder Wehe bereitet.