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Zimmer mau n.
der Ausdruck ,elementare oder, ursprüngliche' Empfindung gebrauchtwird,
erlaubte) Annahme, dass die concreten Ton- (und Farben-)
Empfindungen einfach seien, beseitigt wird, eine Vereinigung
der Herbart’schen und Helmholtz’schen Tonlehre sich ermöglicht.
Welcher Verbesserungen im Ganzen und Einzelnen aber
auch Herbart’s Tonlehre bedürftig und fähig sein möge, ihr
Einfluss auf seine Philosophie, der Gegenstand dieses Vortrags,
ist darum nicht minder gewichtig. Nicht nur dient sie ihm als
erwünschte Bestätigung der Richtigkeit seiner Schwellenformel,
des Keimes der mathematischen Psychologie, sondern zugleich
als Vorbild für das gleichfalls a priori construirte Schema
ästhetischer Willensverhältnisse, das er seinem zur selben Zeit
entworfenen System der praktischen Philosophie zu Grunde
legte. Letzteres, wie er an seinen Jugendfreund, den spätem
Bürgermeister Johannes Smidt in Bremen, am 17. Jan. 1808
von Göttingen aus schrieb (Herb. Rel. S. 170), obgleich auf
Götting’schem Boden gewachsen, keimte bereits in Bremen
(während seines Aufenthaltes daselbst im Smidt’schen Hause
nach seiner Rückkehr aus der Schweiz vom März 1800 bis
Ende April 1802) *. Die Rechnungen, die in den Hauptpunkten
der Metaphysik erscheinen, sind nach derselben Quelle bereits
im Jahre -1800 mit denselben Formeln ausgeführt worden, und
haben sich, wie er nicht ohne Selbstgefühl hinzusetzt, durch
ihre (obige) Anwendung auf die theoretische Musik auffallend
bewährt. Die Wurzeln seiner Philosophie reichen noch weiter,
nach seiner eigenen Erklärung (an Carl Steiger a. a. O. 146)
bis in’s Jahr 1798 zurück 2 , wo er während eines dreiwöchentlichen
Aufenthalts an dem ,kleinen Bach von Engisstein' bei
Hochstetten im Canton Bern ,sein System fand'. In dem
,Ersten problematischen Entwurf der Wissenslehre' (W. XII.
S. 38—57) sind nach Hartenstein’s Urtheil (W. XII. Vorr.
1 Dasselbe erschien, wie aus dem Briefe an C. v. Steiger (Herb. Eeliq.
S. 168) erhellt, schon vor dem 22. Nov. 1807, ebenso die Hptp. d. Met.
2 Er ist der ,philosophischen Muse 1 zuerst an dem ,kleinen Bach zu Engisstein
1 begegnet. (Vgl. d. Brief v. Ende August 1798 an C. St. S. 146 u. d.
Brief v. Behlendorf an Eist. S. 87.) Die Hptpkte d. Met. erschienen in d.
ersten Bearb. bereits 1806. Vgl. Br. an C. St. v, 23. Aug. 1806. Am selben
Tage ging d. Logik (Hptpkte d. Logik) in die Druckerei ab. Geschrieben
wurden d. Hptpkte ,ohne Absatz in drei Wochen 1 (Ebendas. S. 159).