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Z i m m e r m a n n.
Es ist interessant, diese apriorische Construction der
Töne aus Gleichheit und Gegensatz mit der empirischen Theorie
zu vergleichen, die Helmholtz gegeben hat. Jener zufolge sind
die Töne einfache Empfindungen; jeder derselben lässt sich
aber vermöge einer zufälligen Ansicht (Hptp. d. Met. §S. 2, 5)
,in Gedanken zerlegen in Gleiches und in Entgegen gesetztes'.
Vermöge des Ersteren müssen sie ,zum Theil Eins werden',
vermöge des Letzteren ,zum Theil einander widerstreben'; d. h.
obgleich sie einfach sind, muss ihr Verhalten zu einander doch
so angesehen werden, als wären sie zusammengesetzt.
Nach Helmholtz nun sind die Tonempfindungen das
wirklich, was sie Herbart zufolge nur vermöge einer zufälligen
Ansicht sein sollen. Er weist nach, dass alle Töne,
die wir hören, zusammengesetzt sind aus Partialtönen, deren
tiefster und stärkster, nach dem die Benennung der Tonempfindung
erfolgt, von ihm Grundton, die übrigen gleichzeitig
vernommenen Obertöne genannt werden. Helmholtz zeigt
nun, dass Consonanz und Dissonanz zweier gleichzeitig vernommener
Klänge auf dem Verhalten der beiderseitig mitklingenden
Obertöne beruhe. Obgleich, sagt er (a. a. O. S. 275) obige Namen
längst gegeben waren, ehe man von den Obertönen und ihren
Schwebungen etwas wusste, so bezeichnen sie doch das Wesen
der Sache, ungestörtes oder gestörtes Zusammenklingen, ganz
richtig. Gestört wird das Zusammenklingen, wenn die beiderseitigen
Obertöne einander sehr nahe liegen, ohne zusammenzufallen
(a. a. 0. 275), und daher Schwebungen bilden. Dagegen
fliessen Klänge, deren Obertöne ganz oder doch theilweise
zusammenfallen, in demselben Verhältniss gleichmässig
neben einander ab. Dass es hiebei auf die dem Grundton am
nächsten stehenden Obertöne am meisten ankommt, erhellt
schon daraus, weil diese verhältnissmässig die stärksten sind.
Da beispielsweise der erste Oberton (die Octave des Grundtons)
doppelt so viele Schwingungen macht, als sein Grundton,
so fallen (Vgl. d. erste Notenbeispiel a. a. 0. S. 275)
der direct angegebene Ton c und der erste Oberton des tiefen C
als identisch zusammen, das Verhältniss der Schwingungszahlen