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Goldziher.
sclieebaues zu Damaskus betrugen achtzehn Kameellasten
u. a. m. 1
So wie nun Ketzer einem in Aegypten und in anderen
muslimischen Ländern häufig erneuerten Ausnahmsgesetze zufolge
nicht auf Kameelen und Pferden reiten, sondern als
Reitthier nur den Esel benutzen sollten (— az-Zamachsari
sagt einmal in einem Epigramm: 2
T
*y ul
und wie das Reiten auf Eseln überhaupt als Zeichen der Niedrigkeit
betrachtet wird: 3 so wird auch der Umfang von ketzerischen
Bibliotheken nicht nach Kameel- sondern nach Esellaston
bestimmt. Dieser Gegensatz tritt am Klarsten hervor
in einem Beispiele, welches ich einer Quatreinere’schen Abhandlung
entnehme. 4 Als nämlich der Sultan Mahmud b.
Sebuktekm die Stadt Rei eroberte, liess er die Bibliothek der
Bätiniten, w'elche astrologische, philosophische und räfiditische
Bücher enthieLt formant la Charge de cinquants änes
plündern und verbrennen .... ,Les autres livres (also wahrscheinlich
rechtgläubigen Inhaltes) qui composaient la
Charge de cente chameaux' wurden nach Gaznah überführt.
Zu vergleichen mit dieser Bestimmung nach Kameellasten
sind ganz ähnliche Angaben im Talmud; wie wenn z. B. erzählt
wird, dass ein Gesetzeslehrer dem Anderen eine Sendung
von 13 Kameellasten, enthaltend Fragen über das talmüdische
Speisegesetz, übersandte; 5 oder wenn berichtet wird, 6 dass in
dem angeblich verloren gegangenen Midräs zu den Büchern
der Chronik (genannt pem’ ibd) von dem Worte bstK (I. Chron.
VIII. v. 37) bis zu der Stolle, wo dasselbe wiederkehrt (ibid.
X. v. 43 oder vielleicht gar schon VIII v. 38.) vierhundert
1 JäUüt Bd. II p. 15.
2 al-Absihts Mustatrif (Büläker Ausg.) Bd. II p. p'yl.
3 Dahin gehört auch, dass nach dem Berichte des Talmud die Worte
innn by Da'S'Tl (Exod. IV. v. 20) durch die 70 Dolmetscher in bvi
verändert wurden. (Megillä fol. 9. a.)
1 Memoire sur le gout des livres cliez les Orientaux p. 19.
3 C hui lfn fol. 95, b. niSnß’p'SD ’böJID’bn-6
Pesächfm fol. 62, b. XBnn ’böJ HXÖ ID1N lryti bjtxb bXN J’3 (Mar
Zuträ).