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Zimmer mann.
v. Czernowitz f. d. J. 1872. S. 70) vertheidigt und durch
Weher’s Gesetz und Fechner’s Psychophysik auch empirisch
bestätigt worden. Der Quotient des Logarithmus der Octave
durch die Logarithmen der Intervalle stellt jedoch erst dann
den jedem einzelnen Intervall zugehörigen Gegensatz dar,
wenn der ganze Gegensatz des Intervalls die Octave selbst
darstellt.
Den Punkt völliger Hemmung einmal mit der Octave
identificirt, wird die Reihe der Töne innerhalb der Octave nach
einem Princip construirt, welches von jenem, nach welchem der
Punkt vollen Gegensatzes gefunden wurde, nicht unwesentlich
unterschieden ist. Der Punkt völliger Hemmung wurde nach
dem Axiom postulirt, dass in einem Continuum bei allmälig
wachsendem Gegensätze und abnehmender Verstärkung ein
Punkt ,kommen müsse, wo die Verstärkung aufhört und reiner
Gegensatz eintritt'. Wann dieser Punkt kommen werde, wird
nicht gesagt; es geht aber aus dem gebrauchten Ausdrucke
,allmälig' und noch mehr aus dem Zusatz der ,psychol. Bemerk.'
(a. a. 0. S. 9), dass in der Reihe der wachsenden Hemmung
,kein Sprung' Vorkommen dürfe und ,alle mittlern Uebergänge'
von ,unendlich kleiner zu völliger Hemmung' Vorkommen
müssten, mehr als deutlich hervor, dass man denselben erst
nach Ablauf sämmtlicher Punkte, deren Hemmungsgrade
zwischen ,unendlich kleiner' und ,völliger' Hemmung liegen,
zu erwarten habe.
Wie viele werden das sein? Der Mathematiker wird
ohne Bedenken antworten: unendlich viele, weil ein stetiges
Wachsen des Hemmungsgrades von unendlich kleiner bis zu
vollkommener Hemmung unendlich viele Grade verlangt. Die
Punkte unendlich kleiner und völliger Hemmung sind wie die
beiden Grenzpunkte einer stetigen (Raum- oder Zeit-) Linie anzusehen,
zwischen welchen unendlich viele Punkte in allmälig
wachsender Entfernung vom Anfangspunkte gelegen sind. Die
in §. 13 der Hauptp. d. M. entwickelte Theorie aber kennt
deren nur endlich viele, und zwar diejenigen, welche, wie
später gezeigt wird, mit den Tonintervallen der falschen Quinte,
der Secunde, kleinen und grossen Terz, der Quarte und reinen
Quinte zusammenfallen. Sollten dieselben daher ein ,Continuum'
darstellen, so muss dieses von einem Continuum im obigen