Beiträge zur Lfesehiclite der Spraoligelehrtsamkeit bei den Arabern.
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von einem unbelebten Ding- aussagt: es wolle, oder bestrebe
sich u. s. w. wie dies doch in poetischer Sprache gar häufig
der Fall ist. Dem arabischen Commentator scheint in solchen
Fällen dieser poetische Sprachgebrauch immer eine gewaltige
Kühnheit, welche der gelehrten Rechtfertigung bedarf. 1
Aus den aus beiden in Rede stehenden Werken vorgeführten
Stellen wird der Leser ersehen, dass, wie wir sagten,
at-Ta'älibi den Ibn Färis vor Augen hatte und das durch diesen
in gedrängter Kürze Erwähnte weitläufiger ausgearbeitet hat.
Es ist allerdings möglich, dass in dem Citat des Muzhir selbst
nur ein Auszug aus dem betreffenden Paragraphe des Ibn
Färis’schen Werkes vorliegt ; was ich aber bezweifeln möchte,
da in diesem Buche wie aus allem anderen uns vorliegenden
Material zu ersehen, Citate aus Dichterwerken immer nur sehr
spärlich vertreten sind.
Andere Paragraphe hat at-Ta'älibi noch freier bearbeitet;
aber auch an diesen ist das Grundwerk, welches er vor sich
hatte ohne es zu nennen, nicht verkennbar. Ein Beispiel für
ganz freie Bearbeitung will ich in dem Abschnitt über das
iltifät 2 vorführen, d. h. über diejenige rhetorische und poetische
Art, dass der Dichter oder Redner, ohne einen Uebergang
anzubahnen, plötzlich von der Anrede an eine Person
auf die an eine andere hinüberspringt. Al-Beidäwi nennt
dies ,ein Sichverzweigen in der Rede und das PTinüberneigen
von einer Art zur andern, damit der Sprechende durch diese
Abwechslung neuen Schwung, der Zuhörer neue Aufmunterung
erhalte' 3 , oder wie er sich an einer anderen Stelle 1 ausdrückt
kiJUlJU. Der hebräische Uebersetzer von Abu-l-Walid ibn
1 Gleichwie es z. B. der Midräs nicht als selbstverständlich findet, wenn
es Jeremjä IX v. 18 heisst: ,denn ein Wehgesclirei wird von Sijjön her
gehört 1 , da doch Holz und Stein nicht weinen können. (Pethichtä zu
Ekhä rabbä §. 8. OMSK B'313 Ö'Jt» ’311JTTIW IpK |V3tB»ÖWJ TO blp "3
maia u. a. m.
2 Vgl. al-Beidäwi Bd. II p. Z. 16.
3 ibid. Bd. I. p. v> Z. 17. Uo.aAL>2 »J
4 ibid. Bd. I. p. Z, 4.