Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

Beiträge  znr  Geschichte  der  Sprachgelehrsamkeit  bei  den  Arabern.

535

Diese  Auslassungen  des  Ibn  Färis  sind  als  polemische
Expectorationen  gegen  jene  Schule  zu  betrachten,  welche  die
griechische  Philosophie  und  Poesie  ',  die  durch  die  Nichtaraber
in  die  Welt  gesetzten  Künste  und  Wissenschaften  hoch  über
alles  Dasjenige  stellen,  was  je  die  Araber  geleistet,  und  namentlich ­
  von  der  Poesie  der  Letzteren  sagen,  dass  sie  in  metrischer ­
  Beziehung  mit  der  griechischen  gar  nicht  verglichen
werden  könnte,  vielmehr  nur  dem  Wolfsgeheul  und  dem  Gebrüll
irrenden  Wildes  gleichkomme.  2
Von  diesem  Gesichtspunkte  aus  sind  dann  mehrere  Punkte
des  fikh  al-luga  zu  betrachten;  so
a)  die  Darlegung  dessen,  dass  es  unmöglich  ist,  das  ganze
Material  der  arabischen  Sprache  zu  beherrschen  (s.  oben  Cap.
III),  welche  ganz  gewiss  im  Dienste  dieser  Verhimmelung  der
arabischen  Sprache  steht;
b)  die  Auffassung  der  addäd,  wie  sie  Ibn  Färis  in  einem
besonderen  Kapitel  des  f.  al-1.  und  in  einer  besonderen  Monographie ­
  darlegt.  Nun  waren  es  aber  eben  die  Verächter
der  arabischen  Sprache,  welche  die  Möglichkeit,  dass  ein  Wort
entgegengesetzte  Bedeutungen  in  sich  vereinige,  als  Mangel
der  arabischen  Sprache  anführten. 3  Wir  wissen  dies  aus
einer  Angabe  desAbüBekr  b.  al-Anbäri,  welcher  ein  Buch
über  die  addäd  schrieb  und  in  der  Einleitung  desselben  auf
diesen  Vorwurf  gegen  die  arabische  Sprache  reflcctirt;  er  sagt;  - 1
y  q  ^  gj  C  ^  ^  U  ^  0  &J  ^  y  -  9  q  g*  <  J

1  as-WahrestanT  Kitäb  al  Milal  p.  stellt  den  Homer  sehlhoch
  und  citirt  Stellen  aus  seinen  Werken,  doch  stellt  auch  erdie  Ansicht
auf,  dass  das  Metrum  nicht  zu  den  Bedingungen  eines  griechischen  Gedichtes ­
  gehöre  (ibid.  p.  (G.  iLili'.
w  Q  ü  ,  '
(jÜo^A+J!  ojLoÄJLJ!  Ol^ol
2  Bei  Ibn  ’abdi  Kabbihi.  Hscbr.  der  Hofbibliothek  cod.  Mixt.  nr.  318
Blatt  188  verso.
3  Newä’i  führt  im  Muhäkernet  al-lugatain  unter  den  Vorzügen  der
türkischen  Sprache  an,  dass  es  ihr  möglich  ist  in  einem  einzigen  Worte
fünf  incompatible  Bedeutungen  zu  vereinigen.
4  bei  as-Sujütij  Muzhir  Bd.  I  p.  GP
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.