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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

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G  o  1  d  z  i  h  e  r.

tung,  durch  deren  Kenntniss  das  Studium  der  arabischen  Grammatik ­
  ein  lichtvolleres  und  —  um  so  zu  sagen  —  wissenschaftlicheres ­
  und  bewussteres  werden  sollte.
An  dem  Ausbaue  der  Lexicographie  und  der  handlichen
Sammlung  und  Verarbeitung  des  lexicalischen  Stoffes  nahm
er  zwar  selbst  thätigen  Antheil  durch  die  Ausarbeitung  eines
systematischen  Lcxicons:  siXil  £  welches  sein  Dasein
der  Erfahrung  verdankte,  dass  die  bisherige  Methode  der
Lexicologie  nicht  geeignet  war,  die  Kenntniss  des  Lexicons
weiteren  Kreisen  zugänglich  zu  machen,  wogen  der  grossen
Rolle,  die  in  demselben  noch  immer  die  Interpretation  der
alten  Poesie  spielt  l ;  aber  ebenso  wie  er  in  seinem  Mugmil
die  Tendenz  verfolgt,  diesen  Zweig  der  Sprachgelehrsamkeit
von  der  alten  Chablone  zu  befreien:  so  wollte  er  nun  in  einem
anderen  Werke  eine  Wissenschaft  der  Einleitung  in  die  Lexicologie ­
  anbahnen,  gleichwie  er  für  eine  solche  auf  grammatischem ­
  Gebiete  durch  das  obenvähnte  Werk  Sorge  trug.  Seine
Einleitung  in  die  Lexicologie  ist  uns  in  den  Fragmenten  erhalten, ­
  welche  uns  ein  fleissiger  arabischer  Vielschreiber  und
literarischer  Nimmersatt  glücklicherweise  errettete;  sie  war  in
dem  xiTJI  aÄi  niedergelegt 2 .
Wie  wenig  aber  solche  Studien  dem  wissenschaftlichen
Geschmacke  der  arabischen  Gelehrten,  welcher  mehr  auf  Einzelheiten ­
  und  Curiosa  gerichtet  war,  entsprach,  sehen  wir  daraus,
dass  nicht  nur  die  durch  Ihn  Färis  angebahnte  Richtung  fast
gar  keine  Vertreter  unter  den  Nachfolgern  fand,  sondern  selbst
die  hiehergehörigen  Schriften  des  Begründers  dieser  Studien-1

  Dem  gegenüber  behauptet  Ibn  Färis  in  seiner  Einleitung  zum  Mugmil, ­
  dass  seine  Absicht  in  diesem  Werke  von  Anfang  bis  zu  Ende  nur  das
Klarmachen  und  Näherbringen  sei:  ^yo  1LoLcS^^  ,o  S  t  tl^

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2  Wenn  Fliigel’s  Vermuthung  (Gramm.  Sch.  p.  247),  dass  das  ^_,Lx5
d  -o.,  H  ,ein  die  Hauptsachen  enthaltendes  Buch 1  sich  auf
die  Lexicologie  bezieht,  so  ist  es  auch  dieser  Gruppe  anzureihen.
            
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