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Sachau.
Von einer persönlichen Beziehung zwischen Albirüni und
den Shähs ist nichts bekannt. Der letzte derselben wurde
getödtet, als Albirüni 22 Jahre alt war. Dagegen war er Jahre
lang der vertraute Rathgeher des Hauses Ma’mün, welches
durch die Ermordung des Shäh die Alleinherrschaft im Lande
an sich gerissen hatte. Er sagt bei Albaihaki (Bibliotheca
Indica) S. 838 Z. 4: ,Ich, Abü-alraihän, der ich 7 Jahre ihm
gedient habe', nämlich dem ’Abü-al'abbäs Ma’mün ben Ma’mün
(gest. A. H. 407), dem zweiten Nachfolger jenes bei Mirkhond
erwähnten Ma’mün b. Muhammad. Ueber die Hochachtung,
die der Fürst ihm zollte, vgl. die von ihm selbst erzählte
Geschichte bei Albaihaki S. 840. Albirüni war zwar nicht
sein Vezir, aber sein Rathgeber bei den wichtigsten Staatsangelegenheiten
(das. S. 842). Die sieben Jahre, während
welcher er dem Ma’mün diente, scheinen die Jahre von A. II.
400—407 gewesen zu sein. Nach der Ermordung des Ma’mün
(A. II. 407) wurde Albirüni auf gewaltsame Weise quiescirt
(Albaihaki 448 ^jtj)
Albirüni hat ferner keines seiner Werke dem Shäh ’Abü-'Abdallah
gewidmet, hatte auch vermuthlich bis zu dessen Tode
noch nicht viel geschrieben. . Die Chronologie ist dem Shamsalma'äli
Käbüs ben Washmgir gewidmet, der in den Jahren
A. II. 366—371 und 388—403 Jurjän beherrschte (s. Defremery,
Histoire des Samanides S. 210 ff.).
Soweit wir Albirünis Lebensumstände kennen, gewähren
sie keinerlei Anhaltspunkt, um ihn der Parteilichkeit für das
uralte Fürstengeschlecht seiner Heimath zu verdächtigen; im
Gegentheil lag es ihm als Freund der Verdränger und Nachfolger
der Shähs näher, diese letzteren herabzusetzen. Er
geniesst den Ruhm höchster Wahrheitsliebe (s. Elliot, History
of India II S. 2) und, soweit wir aus seinen Schriften urtlieilen
können, mit vollem Recht. An mehreren Stellen seiner Chronologie
verurtheilt er mit besonderer Schärfe diejenigen, welche
aus persönlichen Motiven Genealogien fabriciren und Geschichte
fälschen.
Während Albirüni im allgemeinen sehr sorgfältig die
Quellen seiner Nachrichten bezeichnet, nennt er keinerlei Quel-