Zur Geschichte und Chronologie von Khwärizm.
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war (s. Albaladhuri S. 408 und über Al’ahnaf Ibn-el-Athiri
Chronieon III, 25; Afülfedae Annales ed. Reiske I, 249). Nach
einem Zuge gegen Balkli wandte er sich nach Khwärizm,
musste aber unverrichteter Sache wieder umkehren.
Glücklicher war Salm b. Ziyäd, der unter Yazid ben
Müäwiya (A. D. 681—683) Statthalter von Khuräsän war (vgl.
Ibn Kutaiba, Kitab alma'ärif 177, 9; Ibn-el-Athiri Chronieon
IV, 82). Er zwang die Khwärizmier, mit ihm einen Vertrag
zu schliessen, in Folge dessen sie ihm 400.000 Dirham zahlten
(Albaladhuri 413).
Die erste, wenn auch vielleicht nur partielle Eroberung
fällt unter das Chalifat des 'Abdalmalik ben Marwän. 'Umayya
ben 'Abdallah, der von A. H. 74—78 Statthalter von Khuräsän
war (s. Ibn-el-Athiri Chronieon IV, 298), eroberte Fil (Albalädhuri
426), die Citadellc der Landeshauptstadt, in der sich
vermuthlich der Widerstand der Khwärizmier concentirte. Sie
schüttelten aber bald das fremde Joch wieder ab und schon
Yazid ben Almuhallab, der von Ende A. II. 82—85 als Deputirter
des Alhajjäj für Khuräsän fungirte, musste einen neuen
Zug gegen Khwärizm unternehmen, der aber fehlschlug. Albalädhuri
S. 417 erzählt von ihm: ,Yazid bekriegte Khwärizm
und machte Gefangene. Sein Heer bekleidete er dann mit den
Kleidern der Gefangenen, so dass diese vor Kälte umkamen'
(vgl. Ibn-el-Athiri Chronieon IV, 402). Auf diesen Yazid bezieht
sich der auch von Yäküt III, 933 überlieferte Vers des Ka'b
Al’ashkari:
,Fil hat mit eigenen Händen dich (Kutaiba ben Muslim)
beschenkt und that Recht daran.
Vor dir hat der Schwätzer, der Grossprahler (Yazid ben
Almuhallab) es begehrt/
Die definitive Eroberung des Landes erfolgte durch Kutaiba
ben Muslim Albähili, der von A. H. 85—97 Statthalter
von Khuräsän war und der zuerst diese Provinz wie auch
Transoxanien dauernd dem Scepter des Chalifen unterwarf
(vgl. Ibn Kutaiba, Kitäb-alma'ärif S. 207). Veranlasst und
begünstigt wurde die Eroberung durch innere Streitigkeiten
des einheimischen Fürstenhauses. Die näheren Umstände derselben
waren die folgenden (Albalädhuri 426, 420, 421): Khurzäd,
ein Bruder des Shäh, hatte sich gegen diesen empört.